Elsternpost (Screenshot von Originalausgabe 1.3.1959)

Elsternpost (Screenshot von Originalausgabe 1.3.1959)

Freitag, 26. Mai 2017

Elstern-Round-Up 14/17 - Revival an den Sander Tannen


Sommerpause? Nein, den Elsternfans wird noch ziemlich unerwartet ein großartiger Saison-Nachschlag geboten: Am Sonntag, den 28.05.2017 um 14 Uhr gibt es ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Elstern, die sich mit dem aktuellen Kader des ASV Bergedorf 85 sportlich messen werden.
Die Idee zu diesem Spiel kann eigentlich nur von einem stammen. Genau, Manfred Nitschke, Lehrer im Ruhestand und über ein Jahrzehnt der "spiritus rector" in Bergedorf trommelte (zusammen mit dem jetzigen Trainer Jörg Franke) viele seiner Schützlinge und Weggefährten zu diesem Treffen der Fußball-Generationen zusammen:

Mathias Reincke: Von 2003 bis 2009 in Bergedorf. Für viele der beste Hamburger Amateur-Kicker der letzten 20 Jahre. Nur sein Asthma verhinderte eine Profikarriere beim HSV.
Jörg Witzke: zuletzt 2001- 2005 beim ASV. Heimatverbunden, vorher nur in Börnsen. Sein Spitzname "Knipske" sagt alles. Genialer Mittelstürmer mit Traumtor im Pokalfinale 2003 gegen Sankt Pauli. Sohnemann Nico schoss nach dem "Neustart" den ASV mit in die Kreisliga.
Robert Meyer: ab 2001 eine Elster. Verlängerter Arm des Trainers, Kapitän mit mächtiger Schusskraft. Nach Karriereende Trainer u.a. des erfolgreichem Jahrgangs 1992 des ASV später Jung-Elstern (u.a. mit Felix Rehr)
Andre Liem: Mit Legende Stefan Schraub das größte Eigengewächs des ASV, schaffte Sprung aus der Zwoten zum zuverlässigen "Sechser"
Oliver Lindemann:  Es gibt keinen Winkel, aus dem Olli nicht abgezogen hätte.. Straßenfußballer vor dem Herrn, der beste Linksaußen nach Norbert Meier bei 85.
Mike Kudling: Publikiumsliebling! Gab nie einen Ball verloren - Laufwunder !!!
Marco Blättermann: Aus dem Heimatgebiet zum großen HSV dort dicht vor Profilaufbahn. Bei 85 abgeklärt wie selten zuvor einer.
Tobias Braun: Der letzte Stammkeeper der Elstern Vol.1 , jetzt Torwart bei Turkiye
Martin Sobczyk: Erinnerte an den jungen Franz Beckenbauer. "Sobby" spielt immer noch in der Oberliga beim FC Süderelbe.
Jurek Rohrberg: Eleganter Mittelfeldstratege jetzt Fernsehstar bei Sky-Fußball
Ofusehne Oduro-Oponi: Man nennt ihn nur "tripple O", Publikumsliebling und guter Kumpel von Jurek
Jan Dreyer: Jogi Löw und Christian Streich heben immer wieder die Wichtigkeit von Ersatzspielern hervor. Manni wird ebenso in höchsten Tönen von Jan sprechen !
Phillipp Petterson: Kam zusammen mit Sascha de la Cuesta, der leider zu diesem Spiel verhindert ist, aus der guten Jugendarbeit vom SCVM und glänzte gleich im Pokalspiel 2008 gegen Duisburg. Ähnlichkeit mit Namensvetter und Weltmeister Lahm.
Patrick Koßatz: Kam von der A-Jugend des HSV über Cloppenburg 2007 zum ASV. Zielstrebiger Mittelstürmer der jetzt seine Erfahrung an seineTeamkollegen der 1. Herren des ASV Bergedorf 85 weitergibt.
David Berwecke: Wirbelwind, Straßenfußballer , immer dicht vorm Sprung in den bezahlten Fußball. Lesenswerte Vita, jetzt Trainer in Wilhelmsburg seiner Heimat
Oliver Ioannou: Der wohl noch beste aktive Fußballer. Stammspieler in der Regionalliga (LSK, Drochtersen Assel) kam mit Sascha und Philipp vom SCVM. Durchbruch für 85 bei den Hamburger Hallenmeisterschaften in der Alsterdorfer Sporthalle
Rinik Carolus: Sympathieträger, aktuell Hamburger Meister mit der TuS Dassendorf
Malte Stüve: Kam von Bramfeld zu den Elstern. Trug Trikot mit der Nummer 2. Zuverlässiger Abwehrspieler von 200 bis 2004 bei 85. Barmbeker Jung !
Philip Többen: 2001 - 2004 bei 85. Arbeitsbiene, Kämpferherz auf ihn war immer Verlass
Gordon Wilkens: Edelersatz-Keeper kam vom VFL Lohbrügge und war immer da, wenn er gebraucht wurde
Matthias Heidrich: Von 1998 - 2009 das "ewige Talent" bei Cordi, 85, Meiendorf und Voran Ohe. An einigen Tagen wie "Matte" Reincke. Lange auch Journalist bei der Bergedorfer Zeitung.

Als Betreuerin des Allstars-Teams kommt  Marion Bartels zurück an ihre Sander Tannen. Ben Nitschke unterstützt Vater Manni - wie in den letzten Jahren - zusammen mit Rüdiger Schwarz an der Seitenlinie. Letztgenannter dürfte nach dem legendären Elstern-Trainer Heinz Werner der mit Abstand erfolgreichste Coach des  ASV Bergedorf 85  sein. Wir freuen uns, ihn und alle Ehemaligen Elstern nach langer Zeit wieder an den Sander Tannen begrüßen zu können !!!
Auf einen tollen Nachmittag an den Sander Tannen.

Auch die Presse berichtet ausführlich über das bevorstehende Spektakel (siehe Pressespiegel)

Ein ganz besonderer Gruß geht an Manfred Lüneburg, der 1958 vor über 18.000 Zuschauern im Bildtalstadion das Tor des ASV Bergedorf 85 im unvergessenem Aufstiegsspiel gegen Itzehoe hüttete. Manfred feierte letzte Woche seinen 82. Geburtstag !!

Freitag, 19. Mai 2017

Elstern-Round-Up 13/17




Senioren ASV Bergedorf 85 /Foto Facebook Fanblog ASV Bergedorf 85

Am Mittwochabend war es perfekt: Die Senioren des ASV Bergedorf 85 sind Meister in ihrer Landesligastaffel !!
Der 5:0- Sieg in Ohe war das endgültige Meisterstück. Neben dem Titel sind unsere Elstern-Senioren in die höchste Staffel – die Oberliga aufgestiegen.
85live-Die Elsternpost gratuliert zu diesem tollen Erfolg !!!

Dieses Wochenende gehört die ganze Aufmerksamkeit den 1. Herren. Die Schulferien in Hamburg bescheren den kleinen Elstern spielfrei. Die Großen treten zu ihrem letzten Saisonspiel an.
Um 15 Uhr ist beim SV Hamwarde der Anpfiff.

Was war das letzte Heimspiel für ein Spektakel?
Fans vom Gegner TSV Gülzow und unser Anhängerclub sorgten für mindestens Regionalliga-Flair. Fernsehen war auch dabei und hat die Stimmung und vor allem die Tore und den Jubel in bewegten Bildern festgehalten.
Wann schießt man mal sechs Tore in einem Spiel und dann ist Elbkick.tv auch noch dabei. Ähnlich wie der Goalgetter Sandro Schraub dürfte Felix Rehr glücklich sein. Sein wunderschönes Tor erinnert ein wenig an das geniale Tor von Hollands Van Basten bei der EM 1988 …
Wir wollen auch nicht verschweigen, dass unser Coach Jörg Franke bei seinem Statement eine sehr gute Figur abgab.
Nach dem Match wurde noch gemeinsam mit den Fans gefeiert. Hier ein paar Impressionen!

Die vielen Tore an den Sander Tannen sorgen dafür, dass eine einfache Gleichung vor dem Saisonfinale gilt:


 ASV gewinnt in Hamwarde + Oststeinbek schlägt Curslack-Neuengamme = 85 ist Zweiter

(Ob dieser 2. Platz dann für den Aufstieg reichen würde – da ersparen wir uns lieber mathematische Prognosen)

Wir wünschen ein sonniges und erfolgreiches Wochenende und hier noch was aus unserer Dart-Sparte:


Freitag, 12. Mai 2017

Elstern-Round-Up 12/17

Vergangenen Sonntag sprach sich ganz schnell die Niederlage von Curslack-Neuengamme II in Lauenburg herum. Plötzlich wird die zuvor nur theoretische Chance Zweiter zu werden, realer.
Am Dienstag dieser Woche ärgerte man sich kurz über das Nichtantreten Willinghusens gegen die Zweite von Curslack. Aber sicherlich wird der Verein aus Schleswig-Holstein gute Gründe gehabt haben, schließlich wurden auch schon zuvor gegen Spitzenreiter Düneberg kampflos die Segel gestrichen.
Wenigstens ist die Tabelle jetzt gerade. Top-Favorit Düneberger SV steht dicht vor der Meisterschaft in der Kreisliga 3. Curslack liegt drei Punkte vor unseren Elstern und empfängt am bevorstehenden 29. Spieltag den FSV Geesthacht II und reist zum Abschluss nach Oststeinbek.
85 spielt zuhause degen den TSV Gülzow und schließt die Saison in Hamwarde ab.
Und dann werden die Rechenschieber herausgeholt...
"Quotientenregelung" ist das Stichwort: Der Quotient aus ausgetragenen Spielen und erreichter Punktzahl aller Zweiten der acht Kreisligen entscheidet über den Aufstieg.
Warum der Hamburger Fußballverband diese Regelung beschlossen hat (die Vereine haben dies wohl auch auf einem Verbandstag abgesegnet), ist mehr als diskussionswürdig.
Als Hauptgrund wird die "verlässliche Planung" genannt. Vereine können jetzt ihre langfristig geplanten Saisonabschlussfahrten antreten, ohne die "Gefahr zu laufen", noch Aufstiegsspiele bestreiten "zu müssen".
Man wundert sich...
Teams mit Aufstiegsambitionen  haben die ganze Saison über ein großes Ziel vor Augen, nein nicht Mallorca, sondern den - genau- Aufstieg und können ihren Reiseantritt auch von vornherein später planen.
Aufstiegsspiele oder Runden sind ein Highlight eines Fußballers - und auch eines  Fans, ob nun der Aufstieg in die Regionalliga (siehe auch die jüngste Folge unserer Elstern-Chronik), Landesliga, Bezirksliga, Kreisliga und neuerdings Kreisklasse A !!
Die Zuschauerzahlen zu solchen Aufstiegsspielen sprechen eine deutliche Sprache (wir brauchen nur nach Altona zu blicken, wo die Fans von Altona 93 die Aufstiegsrunde zur Regionalliga gar nicht abwarten können).
Hoffentlich besinnen sich die Vereine und der Verband und kippen möglichst bald diese lieblose Quotientenregelung!
Bereits morgen, also am Samstag, steigt das vorletzte Spiel des ASV Bergedorf 85.
Um 13 Uhr wird an den Sander Tannen mächtig was los sein. Gegner ist nämlich wie oben bereits erwähnt der TSV Gülzow !!
Nicht nur für den ASV steht noch viel auf dem Spiel, auch Gülzow braucht jeden Punkt. entsprechend fokussiert gehen auch die zahlreichen (kult)fans des TSV Gülzow dieses Spiel an.
Die Fanfreundschaft mit dem Anhängerclub des ASV Bergedorf 85 wird für 90 Minuten kurz ausgesetzt: Nicht wie bisher üblich, steht man gemeinsam in der Fankurve, sondern die Gülzower-Support-Elite wandert auf die Gegengerade und wird dort mächtig Stimmung machen.
Nach dem Spiel wird dann aber wieder gemeinsam gefeiert: Die Spieler laden die Fans zum Grillen ein. Die Wirte des Klubheims setzen für 85 eine Siegprämie aus: Bei Sieg winkt ein Fass Bier.
Es ist einfach klasse, dass es auch am vorletzten Spieltag noch um richtig viel geht. Die berühmte "goldene Ananas" ist nicht .
Ein großer Dank an Mannschaft und dem Trainerteam, für diese so großartige und spannende Saison !!!
Vielleicht gibt es morgen noch einen weiteren Grund zum Feiern:
Sollten nämlich die Senioren des ASV Bergedorf 85 heute (Freitag)abend ihr Spiel gegen SV Nettelnburg-Allermöhe gewinnen, ist ihnen der Meistertitel der Senioren-Landesliga so gut wie nicht mehr zu nehmen !!!
Anpfiff ist um 19:30 Uhr auf dem Rasenplatz, d.h. im Stadion Sander Tannen !!!
Bis auf die B-Junioren sind auch wieder alle Jugendteams des ASV Bergedorf 85 im Einsatz. Die genauen Ansetzungen entnehmen Sie bitte der Vereinshomepage der Fußballsparte.
Versprochen, demnächst blicken wir Blogger auf die Jugendspiele auch wieder ausführlicher voraus.
Die Elsternpost wünschen viel Spaß bei den 85-Spielen und bei den Feierlichkeiten : 81,82,83,84 ---FÜNFUNDACHTZIG !!!

Dienstag, 9. Mai 2017

Die Elstern – Fußball im Amateurbereich Saison 1971 / 72 (von Hans-Martin Lippold)


Eine Rückschau 
Die Saison 70 / 71, die erste Saison der Elstern nach dem Abstieg aus der Regionalliga ist unauffällig zu Ende gegangen. In einer guten Vorrunde mit direktem Kontakt zur Spitzengruppe konnte die Mannschaft ihre Möglichkeiten andeuten, am Ende der Saison stand die Mannschaft auf dem neunten Tabellenplatz mit 31:29 Zählern. Eine schwache Rückrunde mit lediglich 13 Punkten stand einer besseren Platzierung entgegen. Spitzenreiter waren die Elstern in der Zuschauerstatistik mit durchschnittlich 1300 Besuchern pro Spiel. Nur noch der SC Victoria konnte eine vierstellige Besucherzahl begrüßen. Es konnte nicht das Ziel der Elstern sein dauerhaft in der Landesliga zu verweilen. Die ASV – Verantwortlichen hatten sich die baldige Rückkehr in die Regionalliga auf die Fahnen geschrieben. Der Zuschauerzuspruch bot eine gute Kalkulationsgrundlage für die Kaderplanung der kommenden Saison, über eventuelle Zuwendungen von Sponsoren und privaten Mäzenen kann an dieser Stelle nicht berichtet werden.

Zusammenstellung des Spieleraufgebotes
Werfen wir also zunächst den Blick auf die abwanderungswilligen Spieler: Ullrich Fastert, schon vor seiner Zeit bei den Elstern im Visier des Verbandstrainers, folgte dem Lockruf des „kleinen“ HSV Barmbek – Uhlenhorst und schloß sich der Elstern – Fraktion bestehend aus Ernst Kreuz und Horst Howind an Hartmut Drawanz kehrte nach einem Jahr wieder zu seinem Stammverein TSV Neu Wulmsdorf zurück – für die Elstern ein herber Verlust. Horst Boullion und Peter Kurschildgen setzten ihre Wechselabsichten in die Tat um und traten eine Klasse tiefer nach dem runden Leder – Peter Kurschildgen wechselte nach Curslack und Horst Boullion schnürte für Altona 93 die Stiefel. Schließlich wurde die Neuverpflichtung eines Torhüters nötig denn Peter Krohm stellte sich in der neuen Saison zwischen die Pfosten von Vorwärts Billstedt.
Diese Abgänge galt es zu kompensieren. Für den Platz zwischen den Pfosten wurde vom VfL Bad Oldesloe Fred Girschkowski verpflichtet. Der angehende Handelslehrer, Bruder des HSV – Torwarts Gerd Girschkowski, wurde als die neue Nr. 1 verpflichtet, allerdings stand ein Bruch der linken Hand einem sofortigen Einsatz im Wege. Aus der Talentschmiede des HSV, der
Amateurabteilung, zog es Björn Moldenhauer an die Bille. Oft im Bundesligaaufgebot des HSV kam er aber in der Bundesliga nicht zum Einsatz. Die Tendenz, den Kader mit jungen Spielern aus der näheren Umgebung und von anderen Anateurvereinen zu verstärken hielt auch bei der Planung des aktuellen Kaders an. Vom Ligarivalen SC Concordia zog es Klaus Vogel an die Sander Tannen, ebenso folgte Zeller vom SC Victoria diesem Beispiel. Damit nicht genug. Vom Eimsbütteler SV kommend entschied sich Zabel, das schwarz – weisse Trikot der Elstern überzustreifen. Weiterhin wechselte Jürgen Sykora vom TSV Mölln an die Sander Tannen. Sykora war als Soldat in Wentorf stationiert und hatte eine Ausbildung als Einzelkämpfer hinter sich – da fragt man sich schon ob der überhaupt noch Nebenspieler braucht. Zu guter letzt konnte Trainer Heinz Werner einen Rückkehrer begrüßen. Dieter Meyer, legendärer Torjäger und Publikumsliebling der frühen 60er Jahre kehrte von seinem Heimatverein TSV Brunstorf – Dassendorf an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Über Spielerwechsel in der Hamburger Amateurliga berichtete das HAB am 16.7.71. Diese Angaben wurden in den vorliegenden Bericht übernommen. Im Laufe der Saison tauchten weitere Namen auf, die in dieser Rubrik nicht vermerkt waren. Es handelt sich um den Spieler Peter Danjus und um Udo Niels. Peter Danjus sammelte seine ersten Erfahrungen beim FC St. Pauli in der Zeit zwischen 1963 bis 1966. Über den SV St, Georg kam Peter Dabjus zu Beginn der Saison 71 / 72 zu den Elstern. Udo Niels war in der Saison 70 / 71 unter Trainer Hans Knubbe für den ETV aktiv. Mit diesen Neuzugängen sollten die Elstern in der Saison 71 / 72 auf Punktejagd gehen und eine gute Rolle spielen.

Saisonvorbereitung und Pokalspiele
Das Ende der Spielzeit 70 / 71war gleichzeitig die Einstimmung und Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Auf lokaler Ebene, d.h. im Bereich des Hamburger Fußballverbandes fanden die ersten Pokalspiele statt Hier seien genannt das Spiel des ASV gegen den SC Nettelnburg am 20.5.71 – Endstand 2 : 0, die nächste Pokalrunde fand am 4.6.71 gegen den VfL Stade statt, hier blieben die Elstern mit 4 : 1 Sieger. In der nächsten Runde gab es ein Kräftemessen mit dem Wandsbeker FC – mit einem 5 : 0 Erfolg hatte der ASV das bessere Ende für sich. In der nächsten Runde hieß der Gegner SC Victoria Hamburg. Diese Runde war deshalb bedeutungsvoll, weil der Sieger dieser Partie für die erste Hauptrunde auf NFV – Ebene qualifiziert war. Schauplatz dieser Begegnung war der ETV – Platz an der Hoheluft. Beide Teams erschienen ohne ihre etatmäßigen Trainer, sowohl Heinz Werner als auch Werner Thomsen, Trainer des SC Victoria, befanden sich in Urlaub. Da zeitgleich das DFB – Pokalfinale im Fernsehen übertragen wurde, fanden nur 226 Unentwegte den Weg zum ETV – Platz um dieser Partie beizuwohnen. Im Spiel waren die Elstern die glücklichere Mannschaft. Drei Holztreffer für den SC Victoria und ein sehr unglücklich agierender Torhüter raubten dieser Mannschaft alle Siegchancen. Ein Handelfmeter für 85 ( Jaschik, 27. ), Ausgleich für Victoria drei Minuten später und die erneute Führung für den ASV durch Rainer Wysotzki noch vor der Pause bedeuteten das Aus für Victoria in diesem Wettbewerb.
Nach der Sommerpause wurde der Spielbetrieb fortgesetzt.
Erster Programmpunkt war das Pokalspiel gegen den Regionalligisten Göttingen 05. Von den sechs Heimspielen in der Regionalliga gegen die Göttinger gingen die Elstern fünfmal als Sieger vom Platz, lediglich einen Zähler konnten die Universitätsstädter mitnehmen. Dies weckte Hoffnungen auf das Erreichen der nächsten Pokalrunde. Diese Hoffnungen erhielten durch das 1 : 0 von Tabel zusätzlich Nahrung aber zehn Minuten später gelang den Gästen der Ausgleichstreffer. Neuzugang Klaus Vogel brachte seine Mannschaft noch vor dem Seitenwechsel wieder in Führung. Diese hielt bis zur 50. Spielminute, dann fiel das 2 : 2. In der 60. Minute schickte Trainer Werner Publikumsliebling und Torjäger früherer Jahre – Dieter Meyer - auf das Feld. Dieter Meyer hatte sich lange auf sein Comeback vorbereitet und in den letzten Wochen ca. 20 kg abgespeckt. Die alte Spritzigkeit hatte er jedoch noch nicht wieder erreicht, so konnte er dem Spiel seiner Mannschaft keine neuen Impulse verleihen. Zwei Tore der Gastmannschaft in der 63. und 88. Minute entschieden dann das Spiel und beendeten die Bergedorfer Pokalträume. Einen sehr guten Eindruck machten die Neuerwerbungen Vogel, Sykora und auch Moldenhauer.
Einen Tag nach dem Pokalspiel präsentierte der ASV den Bundesligisten Hannover 96 seinem Publikum. Die zwei Spielklassen über den Elstern angesiedelten Gäste siegten standesgemäß mit 6 : 0. Bis zur 60. Minuten stand es nur 1 : 0 für den Erstligisten, dann machte sich die bessere Kondition der Gäste bemerkbar und die Elstern wurden klar distanziert. Für den Trip nach Bergedorf konnten die Hannoveraner eine Prämie von 8000 DM mit nach Hause nehmen. Über die Zuschauerzahl ist nichts bekannt.
Die letzte Standortbestimmung vor Beginn der Punktspielsaison sollte ein Freundschaftsspiel gegen den VfB Lübeck sein. Die Elstern gaben deutlich zu erkennen, daß mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Vor 1200 Zuschauern wurde der VfB nach Toren von Vogel und Sykora mit 2 : 0 geschlagen. Auch der Trainer des VfB erkannte die gute Leistung der Elstern an.
Die Punktspielserie begann am 15.8.71 Als Favoriten gingen der Titelverteidiger VfL Pinneberg, Vizemeister Spvg. Blankenese, SC Victoria sowie der SC Concordia an den Start. Auch die Bergedorfer Mannschaft wurde hoch eingeschätzt.

Unentschieden zum Auftakt
Der SC Poppenbüttel, Tabellendreizehnter der Vorsaison und nun im zweiten Jahr in der Landesliga empfing auf der heimischen Anlage an der Bültenkoppel den ASV. Der SC Poppenbüttel, der letzte noch im Pokal - Wettbewerb befindliche Hamburger Amateurverein rechnete sich gegen die Elstern noch etwas aus, immerhin langte es vor 1000 Besuchern zu einem 1 : 1 Unentschieden. Im HAB befand sich kein Bericht zu diesem Spiel.

Kantersieg gegen den Neuling
4100 Besucher an einem Mittwochabend im August – die Elstern sind wieder da, der Fußball lebt und es sollte eine Spielpaarung sein, die in dieser Klasse noch nie stattgefunden hat. Die TSG Bergedorf, nach einem großen Zweikampf gegen Vorwärts Billstedt nach zweijähriger Abwesenheit in die Landesliga zurückgekehrt, war nun zu Gast an den Sander Tannen. Es sollte vor der eindrucksvollen Kulisse ein Fußballfest werden. Die TSG – Mannschaft war kaum auf dem Platz, da stand es nach Toren von Sykora und Tabel 2 : 0, das 3 : 0 erledigte „Wiederholungstäter“ Sykora in der 30. Spielminute – das war dann auch der Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel fielen die Tore wie reife Früchte: Muruszach( 62. ), nochmals Sykora (73. ), Danjus ( 84. ) und Rohrschneider in der 86. Minute, nur unterbrochen durch das TSG – Ehrentor in der 75. Minute, nahmen die Mannschaft von der Marienburg regelrecht auseinander. Geschwächt wurde die TSG durch einen überaus fragwürdigen Feldverweis nachdem ein TSG – Spieler der Schiedsrichter angeschossen hatte und dieser dann zu Fall kam. Dies wurde vom Schiedsrichter als Vorsatz gewertet. Die Elsternfans sahen an diesem Abend ein Spiel, welches an große Zeiten erinnert hat, aber nicht alle Mannschaften in der Landesliga werden es den Elstern so leicht machen.

Sieg auf fremden Platz 
Nur wenige Tage nach der Galavorstellung gegen die TSG war erneut der Kampf um Punkte angesagt – der ASV mußte in Langenhorn antreten. Von der dortigen Siemershöh nahmen die Elstern beide Punkte mit. Es war keine Glanzvorstellung wie wenige Tage zuvor, heutzutage würde man von einem Arbeitssieg sprechen. Das 1 : 0 durch Klaus Vogel wurde in der 34. Minute ausgeglichen aber sechs Minuten vor dem Abpfiff überwand Sykora den Langenhorner Torhüter mit dem Treffer zum verdienten2 : 1 Auswärtserfolg für die Bergedorfer Mannschaft.

Wilhelmsburg 09 wurde besiegt
Leider gab es zu diesem Spiel keinen Bericht im HAB, nur soviel: Vor 3000 Besuchern wurde der Gast aus Wilhelmsburg mit einem 0 : 3 nach Hause geschickt. Verantwortlich für dieses Ergebnis zeichneten Peter Danjus ( 34. ), Sykora ( 65. ) und Werner Jaschik mit einem Foulelfmeter in der 77. Minute. Nach diesem Spiel führte der ASV die Tabelle der Landesliga mit 9 : 1 Punkten an. Auch Nachbar TSG ließ aufhorchen: bei den Amateuren des FC St. Pauli nahmen sie mit einem 5 : 2 Erfolg beide Punkte mit.

Rekordbesuch an den Sander Tannen
Sechstausend Besucher an den Sander Tannen – wann hat es das zuletzt gegeben? In der Saison 65 / 66 wollten 7000 Besucher den FC St. Pauli sehen, in der „alten“ Oberliga Nord kamen 12 000 Zuschauer zur Platzeinweihung der Sander Tannen – Duplizität der Ereignisse: auch damals war der SC Concordia der Gegner. Nun sind wir zwei Klassen tiefer und der Tabellenführer ASV empfing den Tabellendritten der Landesliga, den SC Concordia. Die Elstern begannen furios und spielten die Gäste an die Wand, das 1 : 0 durch Danjus war nur eine Frage der Zeit. Nach etwa dreißig Minuten riß bei den Elstern unerklärlicherweise der Faden und der erste ernsthafte Angriff der Concorden führte zum Ausgleich. Nach der Pause kam es noch schlimmer; ein Doppelschlag der Gäste in der 58. und 64. Minute führte zu einer 3 : 1 Führung des SC Concordia. Die Elstern setzten nun alles auf eine Karte, und die hieß Offensive. Da sich aber der Concordiatorwart in einer hervorragenden Form vorstellte konnten die Gäste ihren Vorsprung erfolgreich verteidigen und die Punkte mitnehmen. Diese Niederlage war nicht einkalkuliert und die Elstern mußten den Platz an der Sonne räumen.

Siegtor nicht anerkannt
Das wache Auge und die profunde Sachkenntnis des Schiedsrichtergespannes standen einem doppelten Punktgewinn des ASV bei der Amateurmannschaft des FC St. Pauli im Wege. Was war geschehen? Just in dem Moment, als Sikora in der 83. Minute das 2 : 1 Siegtor zu erzielen glaubte, betrat Udo Niels nach einer kurzen Behandlungspause am Spielfeldrand wieder den Platz ohne sich beim Schiedsrichter anzumelden. Dieser Regelverstoß wurde mit einem indirekten Freistoß geahndet und der Treffer nicht anerkannt. So blieb es beim 1 : 1, einem Resultat, mit dem beide Mannschaften gut leben konnten.

Nur ein Punkt trotz Überlegenheit
Ein Traditionsduell an den Sander Tannen – zu Gast war der SC Union 03 Altona, ein guter alter Bekannter. Die Elstern zeigten früh wer Herr im Hause war: Udo Niels überwand den Union – Torwart in der 2. Minute und es stand 1 : 0. Daß dies der einzige Bergedorfer Treffer blieb war ein Verdienst des glänzend aufgelegten Torhüters der Gäste und auch an diesem Tag bewahrheitete sich die alte Regel – wer seine Chancen ungenutzt verstreichen läßt, ebnet den Weg für Tore des Gegners. So geschehen fünfzehn Minuten vor dem Abpfiff, dem Altonaer Torjäger Uwe Gummlich gelang der glückliche Ausgleich. Ein Spiel welches die Elstern hätten gewinnen können – aber so ist Fußball.

Angriff völlig planlos
Unter dieser Überschrift berichtete das HAB über das Landesliga – Punktspiel zwischen dem SV St, Georg und Bergedorf 85 .Eine sehr gut aufgestellte Hintermannschaft des SV St. Georg hatte keine Probleme mit der Angriffsreihe des ASV in der lediglich Udo Niels höheren Ansprüchen genügen konnte. Auch die Einwechselung von Dieter Meyer und Tabel konnte das Blatt nicht mehr wenden. In der Schlußviertelstunde hatten die Elstern den Platzherrn nichts mehr entgegenzusetzen und mußten eine 1 : 3 – Niederlage quittieren.

Kein gutes Pflaster für Aufsteiger
Nach der TSG am 2. Spieltag stellte sich am 10. Spieltag der zweite Aufsteiger, die Mannschaft von Blau Weiß 96 Schenefeld an den Sander Tannen vor. Die Gäste hatten keine Chance und konnten dem Sturmwirbel der Elstern in den ersten fünfundvierzig Minuten nichts entgegensetzen. Jaschik ( 13. ), Tabel ( 15. ) und Vogel ( 49. ) schufen auf dem Platz klare Fakten. Dazu kam noch daß der Schenefelder Torsteher in der ersten Halbzeit sehr unglücklich agierte. Szenenapplaus hingegen in der zweiten Halbzeit wurden dem Torhüter für einige gelungene Paraden zugedacht. So blieb es bei dem 3 : 0 Vorsprung der Bergedorfer Mannschaft. Mit diesem Ergebnis konnten sich die Elstern in der oberen Tabellenregion festsetzen. Dies wird durch den Zwischenstand nach dem 10. Spieltag dokumentiert 1. SC Victoria 15:5 Punkte 2. Concordia 15 : 5 P. 3. ASV 13 : 7 P. 4. SC Poppenbüttel ebenfalls 13 : 7 P. Zwei Punkte Rückstand auf das Spitzenduo lassen den Elstern alle Möglichkeiten noch in den Spitzenkampf einzugreifen. Auf den weiteren Saisonverlauf darf man gespannt sein. Nachbar TSG holte aus den bisherigen Spielen acht Zähler, dies hatte Tabellenplatz elf zur Folge.

Klarer Sieg bei den HSV – Amateuren
Nach der Partie gegen die Elstern war die Stimmung bei den HSV – Amateuren im Keller. Zu deutlich war die Überlegenheit des ASV die dann auch im Spielstand zum Ausdruck kam. Mit zwei Toren sorgte Klaus Vogel für den 2 : 0 Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel ging es in dem Stil weiter – Tabel stellte das Ergebnis auf 3 : 0. In der 77. Minute konnten die Rothosen zwar das Ergebnis auf 1 : 3 korrigieren, aber wiederum Tabel stellte drei Minuten vor dem Abpfiff den alten Abstand wieder her. Gut gelaunt und mit zwei Punkten im Gepäck fuhren die Elstern ins heimische Bergedorf zurück.

Punktgewinn in Pinneberg
Ohne Kommentar wurde im HAB nur das Spielergebnis s bekannt gegeben. Die Führung der Platzherrn, immerhin Meister der Vorsaison, wurde unmittelbar nach Wiederbeginn durch Klaus Vogel egalisiert. So konnten die Elstern immerhin einen Punkt ihrem Konto gutschreiben.

DuWo heißt der neue Angstgegner
Schon vor zwanzig Jahren hatten die Elstern mit DuWo 08 eine harte Nuß zu knacken, diese Tradition wurde bis in die Gegenwart bewahrt, denn auch in der Vorsaison blieb DuWo zweimal über die Elstern siegreich. Dies sollte sich ändern denn vor 1700 Zuschauern gaben die Elstern den Ton an und gingen programmgemäß durch Tabel in der 27. Minute in Führung.. Dabei blieb es dann auch, denn die gut aufgestellte Hintermannschaft der Duvenstedter verhinderte weitere ASV – Tore. Nach der Pause lockerten die Gäste ihre Defensive und begannen Fußball zu spielen. Mit Erfolg, denn nach einer Stunde gelang ihnen das Ausgleichstor. Mit diesem 1 : 1 sicherte sich DuWo einen Auswärtspunkt und verfestigte den Ruf als „Elsternschreck“

Sieg beim Tabellenführer
Auswärtsspiele werden für die Mannschaft von Bergedorf 85 immer seltener. Nicht weil der Austragungsmodus geändert wurde, sondern weil eine hohe Anzahl von Bergedorfer Schlachtenbummlern die Ränge der Heimmannschaft bevölkert und die Elstern dann tatsächlich vor eigenem Publikum spielen. So auch beim Spiel der Elstern beim SC Victoria, wo etwa die Hälfte der 300 Besucher aus Bergedorf kamen. Die hatten beim Auftritt der Elstern an der Hoheluft ihre helle Freude, besonders als Tabel in der 18. Minute den ASV in Führung brachte. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel gelang der Victoria zwar der Ausgleich, aber Peter Rohrschneider überwand in der 51. Minute den Victoria – Keeper Effenberg mit seinem Tor zum 2 : 1. Der eben genannte Effenberg hatte in diesem Spiel einen ganz schwachen Tag und bereitete seinen Mitspielern keine Freude, dies soll aber der Leistung der Elstern nicht schmälern. In der siegreichen Mannschaft waren Tabel, Jaschik, Vogel und Rohrschneider die herausragenden Spieler. Trotz der Niederlage behauptete Victoria mit 20 : 8 Zählern die Tabellenführung. Nachbar TSG leistete den Elstern Schützenhilfe als auf der Marienburg, der Spielstätte der TSG, der SC Concordia mir einem 3 : 3 einen wichtigen Punkt einbüßte. Mit nun 19 : 9 Zählern waren Concordia und der ASV dem Tabellenführer Victoria dicht auf den Fersen.

Wenn zwei sich streiten...
Diese Konstellation bot der letzte Spieltag der Hinrunde. Concordia büßte beim 2 : 2 auf eigenem Geläuf gegen Union 03 einen Punkt ein, Victoria tat es den Concorden gleich und kam in Schenefeld bei BW 96 über ein 2 : 2 nicht hinaus. Und was taten die Elstern ? Die Elstern empfingen an den Sander Tannen die Spvg. Blankenese und wurden vor ganz massive Probleme gestellt. Die Gäste waren bärenstark und gingen durch einen Foulelfmeter vor 1500 Besuchern in der 26. Minute in Führung. Dieses Ergebnis hatte bis zur 73. Minute Bestand, dann gelang Klaus Vogel der Ausgleich. Trainer Werner tat ein Übriges um die Elstern auf die Siegerstraße zu schieben: er schickte in der 60. Minute Sykora auf das Feld. Der dankte es dem Trainer und überwand in der 89. Minute den Gästetorwart zum umjubelten 2 : 1 für den ASV. An der Tabellenspitze standen nun drei Mannschaften mit jeweils 21 : 9 Punkten, nur getrennt durch die Tordifferenzen( Victoria +22, Concordia +20 und die Elstern mit +18 Toren )

Sieg in Wilhelmsburg
Beim alten Rivalen früherer Zeiten, Dem WFV 09, gelang den Elstern ein doppelter Punktgewinn. Die Elstern erwischten einen Blitzstart, in der zweiten Minute schoß Tabel das Tor des Tages. Für dieses Landesligaspiel wurde vom FAB kein Bericht angeboten.

Sprung an die Tabellenspitze
Lange hat es gedauert bis die Hintermannschaft des SC Poppenbüttel geknackt werden konnte, aber dann schlug es viermal im Gehäuse der Gäste ein. Tabel, Holm und Vogel benötigten zwischen der 68. und 72. Minut nur vier Minuten um an den Sander Tannen die Verhältnisse zurechtzurücken. Peter Rohrschneider, an diesem Tag wirkungsvollster Spieler in Reihen der Elstern, vollendete das Werk mit seinem Tor zum 4 : 0 für den ASV. Da Victoria in St. Georg einen Punkt liegen ließ, mußte der SC Victoria den Platz an der Sonne räumen und dem ASV den Vortritt lassen.

Begeisterung in Blankenese
1200 Besucher sahen in Blankenese eine grandios aufspielende Bergedorfer Mannschaft. Kein Schwachpunkt in der Mannschaft, die Hausherrn wurden förmlich überrannt und an die Wand gespielt. Die mitgereisten Fans kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Holm ( 27. ) und Sykora ( 43. )sorgten für den 2 : 0 – Halbzeitstand, den die Elstern ungefährdet über die Zeit brachten. Der Kommentar von Erwin Wüst, dem Blankeneser Trainer: So gut wie Bergedorf hat hier noch keine Mannschaft gespielt. Dem ist nichts hinzuzufügen!

Leere Hände für die HSV – Amateure
Auch wenn das HAB zu dieser Partie keinen Bericht angeboten hat, kann ein 1 : 0 – Erfolg der Elstern festgestellt werden vor 1400 Besuchern an den Sander Tannen festgestellt werden. In der 6. Minute konnte Tabel seinem Torkonto einen weiteren Treffer hinzufügen. Während die Elstern ihre Führung in der Tabelle ausbauen konnten ( Victoria unterlag 0 : 1 bei Duwo 08 ), fristeten die HSV –Amateure ein trübes Dasein im Tabellenkeller auf dem vorletzten Platz.

Ein hartes Stück Arbeit
Das war nicht ganz die Bergedorfer Mannschaft wie man sie in den letzten Wochen erlebt hat. Union 03 setzte dem Meisterschaftsaspiranten mehr zu als diesem lieb sein konnte. Die Elstern konnten nur eine Halbzeit den eigenen Ansprüchen gerecht werden. Chancen wurden vergeben ( Sykora! ) und da auch Klaus Vogel verletzt ausscheiden mußte, war der quirlige Udo Niels oft auf sich alleingestellt. Dies reichte nicht um von der Waldmannstraße beide Punkte zu entführen, so wurden mit einem 0 : 0 die Punkte friedlich geteilt. Nach zwei Dritteln der Saisonbetrug der Abstand der Elstern zum Tabellenzweiten, dem SC Concordia zwei Punkte, mit drei Zählern Rückstand folgte Victoria. Nachbar TSG spielte eine gute Rolle und lag mit 20 : 20 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz.

Träume von der Regionalliga.
Ende Januar 1972, schneebedeckter Boden und 3000 Besucher an den Sander Tannen Die kamen um das Spiel der Elstern gegen den Tabellendritten, den SC Victoria zu verfolgen. Ein Spiel zweier Mannschaften mit einer großen Tradition. Für Vctoria wurden schon vor dem Anpfiff Probleme erkennbar – fünf Stammspieler nicht an Bord und mußten ersetzt werden, selbst Ersatztorwart Effenberg wurde im Sturm aufgeboten. Entsprechend war dann auch der Spielverlauf – in der ersten Halbzeit gab es 19 Ecken für den ASV, sowas nennt man Einbahnstraßenfußball. Bald nach Wiederanpfiff gruben sich Sorgenfalten in die Stirn der Elstern – Anhänger denn Victorias Ersatztorwart Effenberg brachte seine Mannschaft in Führung. In der Folgezeit wurde die Geduld der Fans auf eine harte Probe gestellt, bis ein von Muruszach getretener Freistoß im Tor der Gäste landete. Der Torjubel war kaum verklungen, da konnte Tabel in der 88. Minute auf 2 : 1 erhöhen. Der Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz betrug nun fünf Punkte, die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist in greifbare Nähe gerückt.

Ein unbequemer Gegner
Seit nunmehr zwölf Partien unbesiegt wollten die Elstern diese Serie vor eigenem Publikum fortsetzen. Am besten spielt man, wenn kein Gegner auf dem Platz ( so ein Wort von Otto Rehhagel ). Ein Gegner war auf dem Platz, nämlich die Mannschaft des SV St. Georg, ein Team, welches sich regelmäßig gegenüber den Elstern als ganz harter Brocken erwiesen hat. Das war an diesem Nachmittag nicht anders. Horst Haecks, früher in Diensten des FC St. Pauli, sorgte mit zwei Toren in der 32. und 40. Minute für einen ganz herben Dämpfer der 3000 Besucher. Die Gäste kamen mit dem glatten, schneebedecktem Boden besser zurecht und bestimmten das Spielgeschehen. Der SV St. Georg mußte aber ab Mitte der zweiten Halbzeit ihrer kräftezehrenden Spielweise Tribut zollen und das Blatt wendete sich. Innerhalb von zwei Minuten gelang Tabel ( 71. ) und Rohrschneider ( 72. ) der Ausgleich. Der SV St. Georg wurde seinem Ruf als Angstgegner der Elstern gerecht und nahm verdient einen Punkt an den Hammer Park mit.

Groß Kulisse im Billtalstadion
Am Tag zuvor kamen 7000 Besucher ins Volksparkstadion um das Bundesligaspiel des HSV gegen Fortuna Düsseldorf zu sehen ( Spielergebnis 3 : 3 ), aber nur unwesentlich weniger wollten im Billtalstadion das Bergedorfer Derby zwischen der TSG ( die hatten Heimrecht ) und den Elstern sehen. Es kamen 6000 Besucher und bildeten eine eindrucksvolle Kulisse. Die Elstern legten auf dem ungewohnten Grandbelag ein hohes Tempo vor und gingen in der 21. Minute durch Rohrschneider in Führung. Als die TSG in der 35. Minute den ASV – Torwart überwand war es zunächst vorbei mit der Herrlichkeit und es war vor Allem dem umsichtig agierenden Werner Jaschik zu verdanken daß die Elstern in dieser Phase ungrupft blieben. Seine ausgezeichnete Leistung konnte er zudem noch abrunden, denn in der 69. Minute brachte er den ASV unter dem Jubel der Elsternfans mit 2 : 1 in Führung. Den Schlußpunkt setzte Holm in der letzten Minute der Partie mit seinem Tor zum 3 : 1 – Sieg des ASV über die TSG. Hochklassige Spiele vor einer solchen Kulisse sind eine großartige Werbung für den Amateurfußball. Die Bilanz aus diesem Spiel ist ganz einfach zu ziehen: die TSG bekam das Eintrittsgeld und der ASV nahm die Punkte mit.

Auch gegen Pinneberg doppelte Punkte 
Der VfL Pinneberg, noch „amtierender“ Meister der Hamburger Landesliga zu Gast an den Sander Tannen. Die Pinneberger, bei weitem nicht so stark wie in der Vorsaison hatten in Bergedorf einen schweren Stand. In der 23. Minute mußten die Gäste durch Muruszach das 0 : 1 hinnehmen, schon sieben Minuten später erhöhte Klaus Vogel auf 2 : 0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Nach der Halbzeitpaus waltete Tabel seines Amtes und traf erneut für die Elstern. Mit diesem Zwischenstand war die Partie praktisch entschieden. Elf Minuten vor Spielende gelang dem VfL Pinneberg der Ehrentreffer zum 1 : 3. 2200 Zuschauer sahen einen klaren und ungefährdeten Sieg der Bergedorfer Mannschaft. Da der SC Concordia bei Union 03 Altona mit 1 : 2 den Kürzeren zog, betrug der Vorsprung der Elstern auf Platz 2 nun sechs Punkte. Der Elsternzug begann in Richtung Meisterschaft zu rollen.

Dieser Artikel kann nur Kopfschütteln auslösen. Einem Trainer, der wie kein anderer den Bergedorfer Fußball geprägt hat und zwei Jahrzehnte in den Diensten der Elstern stand auf diese Weise und mit einer solchen Begründung den Stuhl vor die Tür zu setzen deutet auf ein hohes Maß an Inkompetenz hin ....damit er sich in aller Ruhe einen neuen Verein suchen kann – das ist schon einen herbe Taktlosigkeit !

Punkteteilung gegen die Amateure des FC St. Pauli 
Der Fußball in Bergedorf hatte Hochkonjunktur. Zum Spiel gegen die Amateure des FC St. Pauli – im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt - kamen auch wieder 2200 Zuschauer. Denen wurde eine spannende Auseinandersetzung geboten denn auch die Gäste zeigten eine Klassepartie. Die Bergedorfer Führung ( Muruszach, 8. Minute ) brachte die Gäste nicht aus dem Konzept, bis zum Ausgleich dauerte es nur vier Minuten. Es stand 1 : 1und St. Pauli machte in diesem Stil weiter. Mit Erfolg, denn nach einer halben Stunde gelang ihnen auch der Führungstreffer. Dieses 2 : 1 fur die Gastmannschaft war auch der Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel machten die Elstern mächtig Dampf und kamen durch Björn Moldenhauer in der 73. Minute zum 2 : 2. Auch ein Sieg für den ASV wäre möglich gewesen, aber Werner Jaschik scheitere mit einem Elfmeter an St. Pauli – Towart Christensen. Die Zuschauer hatten eine hochklassige Partie gesehen die mit einem leistungsgerechten Unentschieden zu Ende ging.
Nach den bisher ausgetragenen 25 Spielen hatten die Elstern die Meisterschaft fest im Visier. Die Tabelle bot ein schiefes Bild, der ASV hatte nach 25 Spielen 38 : 12 Zähler auf dem Konto. Die Verfolger hatten allesamt bereits 26 Partien ausgetragen, Concordia stand mit 35 : 17 auf Platz zwei, der SV St. Georg mit 33 : 19 Zählern auf dem dritten Tabellenplatz. Punktgleich mit 32 : 20 folgten die Mannschaften von Victoria und Union 03 Altona.

Endspurt in der Landesliga
Für die ersten beiden Tabellenplätze gab es fünf Bewerber, die Elstern mit eingerechnet. Die Landesliga bog also in die Zielgerade ein und versprach spannende Auseinandersetzungen. Zunächst stand für den ASV der Besuch bei „Lieblingsgegner“ DuWo 08 auf dem Spielplan. Von den bisherigen Spielen der „Neuzeit“ konnte der ASV noch keines gewinnen und auch dieses Mal schien DuWo dieser Tradition gerecht zu werden. DuWo, in der Rückrunde auf eigenem Platz noch unbesiegt bot den Elstern wirkungsvoll Paroli. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe Tabel den ASV mit 1 : 0 in Front brachte. In der 85. Minute machte Björn Moldenhauer „den Sack zu“ und stellte mit dem 2 : 0 den Endstand her. Bester Mann im Trikot der Elstern war einmal mehr Werner Jaschik.
St. Georg ( 2 : 1 bei BW 96 ) und Victoria ( 1 : 0 bei den HSV – Amateuren )gewannen ihre Spiel, Concordia brachte aus Langenhorn (1 : 1 ) einen Punkt mit, Union 03 unterlag in Blankenese mit 0 : 1 In Kurzfassung die Tabellensituation ASV ( 26 Spiele ) 40 Punkte Concordia ( 27 Spiele ) 36 Punkte St. Georg ( 27 Sp. ) 35 Punkte Victoria und Union 03 jeweils 32 Zähler nach 27 Spielen

Hoher Sieg gegen Langenhorn
Wenn es noch Zweifel an der Teilnahme an der Aufstiegsrunde gegeben haben sollte, diese wurden im Spiel gegen den SC Langenhorn eindrucksvoll beseitigt. Mit einem deutlichem 5 : 0 wurden die Gäste deklassiert. Die Langenhorner hatte nicht den Hauch einer Chance und bekamen kein Bein auf die Erde. Kaum auf dem Platz mußten die Gäste das 0 : 1 durch Klaus Vogel hinnehmen, dem ließ Werner Jaschik in der 24. Minute das 2 : 0 folgen. Gelegenheit zum Luftholen hatten die Langenhorner nur in der Halbzeitpause, denn nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter. Tabel ( 57. ), Rohrschneider ( 59. ) und erneut Tabel in der 87. Minute schraubten das Ergebnis auf 5 : 0. Wenn Trainer Werner nach dem Spiel sagt, daß der Sieg auch in dieser Höhe verdient war, dann haben die 1700 Besucher in der Tat ein gutes Spiel gesehen. Victoria ( 1:0 gegen Blankenese ) und Concordia ( 6 : 1 gegen DuWo ) konnte ihre Spiele ebenso wie Union 03 ( 4 : 1 gegen Wilhelmsburg ) gewinnen. Einzig der SV St. Georg blieb sieglos. Somit war dem ASV der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen.

Die Entscheidung naht heran
Der 28. Spieltag konnte die Frage nach Meister und Vizemeister beantworten, wobei das Spiel der Elstern beim Tabellenzweiten SC Concordia zur Klärung dieser Frage beitragen konnte. Viertausend Besucher, davon etwa die Hälfte aus Bergedorf, fieberten diesem absoluten Spitzenspiel entgegen. Pfiffe gab es bei der Durchsage der Mannschaftsaufstellungen, das Wandsbeker Publikum konnte dem Ex – Spieler Klaus Vogel nicht verzeihen, daß er seine Zelte in Bergedorf aufgeschlagen hat. Die Pfiffe hätte sich das Publikum besser gespart, denn die hatten auf Klaus Vogel eine stimulierende Wirkung: in der 6. Spielminute überwand er Torhüter Hofsommer mit einem Kopfball zum 1 : 0 für den ASV. Der schnelle Ausgleich nur eine Minute später brachte den ASV nicht aus der Fassung. Am Sieg ließen die Elstern keinen Zweifel aufkommen, denn das Tor von Sykora aus der 67. Minute markierte den Endstand der Partie. Dieser 2 : 1 – Erfolg beim hartnäckigsten Verfolger war das Meisterstück für den ASV Bergedorf 85. Nach vierzehn Jahren wurde der Titel wieder an die Bille geholt. Die mitgereisten Fans hatten es mit der Rückfahrt sehr eilig, denn an den Sander Tannen stand Freibier bereit.
Das zweite Spitzenspiel an diesem Tag war die Begegnung zwischen Union 03 und Victoria. Vor 1500 Besucher siegte Victoria auf der Rudi Barth – Anlage an der Waldmannstraße mit 2 : 1 durch ein Tor in der 89. Minute. Dies gab der Tabelle folgendes Aussehen. 1. ASV 44 : 12 Punkte ( 28 Spiele ) 2. Concordia 38 : 20 Punkte ( 29 Spiele ) 3. Victoria 37 : 19 Punkte ( 28 Spiele )

Begradigung der Tabelle
Sowohl die Elstern als auch der SC Victoria waren mit einem Spiel im Rückstand. Die Elstern als Gast in Schenefeld bei BW 96 fackelten nicht lange und siegten nach Toren von Muruszach ( 13. ), Danjus ( 22. ) und Vogel (83. ) ohne sich zu verausgaben mit 3 : 0. Der Platz an der Sonne war den Elstern ohnehin nicht mehr zu nehmen. Wesentlich bedeutungsvoller war das Spiel des SC Victoria gegen die Amateure des FC St. Pauli. Vor 1800 Besuchern ließ Victoria nicht anbrennen und behielt mit 4 : 0 die Oberhand. Mit diesem Erfolg überholte Victoria die Concorden und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz mir einem Zähler Vorsprung auf den SC Concordia.

Standesgemäßer Saisonausklang
Neuer Meister gegen designierten Absteiger- das war das Spiel der Elstern gegen Germania Schnelsen. Die Germanen, mit zehn Punkten abgeschlagener Tabellenletzter waren kein echter Prüfstein für die Elstern und wurden mit 5 : 0 abgefertigt.. Der Halbzeitstand von 1 : 0 ( Jaschik, 32. ) wurde im zweiten Spielabschnitt von Rohrschneider, Muruszach, Sykora und Niels auf 5: 0 aufgestockt. Damit wurden die Elstern bei nur zwei Niederlagen in dreißig Spielen überlegener Meister der Landesliga Hamburg. Die TSG Bergedorf belegte mit 31 : 29 Punkten einen sehr guten siebten Tabellenplatz.
Da Victoria im letzten Spiel l über ein 0 : 0 gegen den SC Poppenbüttel nicht hinauskam und Concordia zur gleichen Zeit in Blankenese mit 3 : 0 siegreich blieb, wurde zur Ermittlung des Vizemeisters ein Entscheidungsspiel nötig. Dies fand am 7. Mai am Millerntor statt. 3500 Besuchern wurde ein echter Fußballkrimi geboten. Victoria war die überlegene Mannschaft und führte bis zur 87. Minute mit 1 : 0, wobei ein verschossener Handelfmeter eine höhere Führung verhinderte. So nahm das Unglück für Victoria seinen Lauf, denn Jochen Buchner, ältester Spieler der Concorden überwand kurz vor Spielende Lunckshausen im Tor der Victoria mit dem Treffer zum 1 : 1. Die Mannschaft, die so kurz vor Spielende den Ausgleich erzielen kann, geht mental gestärkt in die Verlängerung und hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber dem Gegner .Den wußten sich die Concorden zunutze zu machen und erzielten in der Verlängerung das Tor zum 2 : 1 Erfolg. Damit war Concordia für die Austiegsrunde zur Regionalliga qualifiziert, für Victoria blieb als „Trostpflaster“ die Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft.
Nach einjähriger Abwesenheit kehrte der Traditionsverein Altona 93 in die Landesliga zurück.. Nachdem es lange nach einem Alleingang des AFC ausgesehen hatte, trafen am letzten Spieltag die punktgleichen Mannschaften des Harburger SC und Altona 93 aufeinander. Die Amlage am Harburger Rabenstein platzte aus allen Nähten – 5000 Besucher bei einem Punktspiel der zweiten Amateurklasse, wann hat es das je gegeben ? Der AFC zeigte eine Klassepartie und gewann das Spitzenspiel mit 3 : 1. Der Jubel war grenzenlos! Begleitet in die Landesliga wurde der AFC vom Eidelstedter SV. Absteigen aus dieser Klasse müssen Wilhelmsburg 09, die HSV – Amateure und Germania Schnelsen.

Die Meisterschaft in der Landesliga sollte für die Elstern nur Zwischenstation auf dem Weg in die Regionalliga,der zweithöchsten Deutschen Spielklasse sein. Bei nur zwei Niederlagen war es nicht vermessen, den Elstern die Favoritenrolle zuzusprechen. Ein Zuschauerschnitt von über 2500 Besuchern pro Spiel gibt zudem Auskunft über den Stellenwert des Fußballs in Bergedorf. Mit der Aufstiegsrunde zur Regionalliga stand den Elstern ein ganz harter Wettbewerb bevor. Jedes Spiel hat fast Pokalcharakter, eine Niederlage kann schon das Ende aller Träume bedeuten. Ein Erfolg kann sich nur einstellen wenn jeder Spieler 100 % seiner Leistung auf den Platz bringt. Gedanken wie : es wird schon irgendwie reichen – führen unter Garantie zum Mißerfolg. Die Gegner waren nicht von Pappe, im Einzelnen mußten sich die Elstern mit folgenden Mannschaften auseinandersetzen:
Der SV Meppen nahm Am Ende der Saison 1969 / 70 nach einer Dreier – Relegationsrunde den Platz der Elstern in der Regionalliga ein, mußte aber nach nur einer Spielzeit als Tabellenletzter die Klasse wieder verlassen. Nun klopft der SV Meppen erneut an das Tor zur Regionalliga Nord.
Der Blumenthaler SV hatte seine beste Zeit in den frühen 50er Jahren und nahm dreimal an der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord teil, in den 6er – Gruppen kam der Bremer Meister allerdings über Rang fünf nie hinaus. Ohne Punktgewinn nahmen die Bremer 1964 an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teil.
Der Schleswig – Holsteiner Vizemeister Schleswiger SV 06 konnte in der höchsten Schl. – Holsteinischen Amateurklasse bisher keine dominierende Rolle spielen. 1951 in diese Klasse aufgestiegen mußten sie als Tabellenschlußlicht diese Klasse 1954 wieder verlassen. Nach dem Wiederaufstieg 1957 wurde 1964 hinter dem VfR Neumünster den zweite Platz belegt, aber die Schleswiger kamen in der anschließende Aufstiegsrunde über den letzten Platz in der Spielgruppe nicht hinaus. Als Vizemeister hinter dem TSV Rendaburg haben sich die Männer von der Schlei nun erneut für die Aufstiegsrunde qualifiziert.

Start gegen den ASV Meppen
Die schnelle Führung des SV Meppen aus der 5. Spielminute konnte den ASV vor 6000 ( ! ) Zuschauern nicht beeindrucken. Trainer Heinz Werner hatte als Marschroute bedingungslose Offensive herausgegeben und die Mannschaft hielt sich daran. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – ein knallharter Schuß von Tabel fand in der 28. Minute den Weg in das Meppener Gehäuse. Vier Minuten später war die Partie dann komplett gedreht denn ein Kopfball von Sykora bracht die Bergedorfer Mannschaft 2 : 1 in Führung. In der zweiten Halbzeit machte der ASV in genau diesem Stil weiter. Von Jaschik ( der die Elstern leider in Richtung Holstein Kiel verlassen wird ), Vogel und Rohrschneider glänzend in Szene gesetzt wurde eine Vielzahl von Chancen herausgespielt, darunter auch zwei Lattentreffer von Tabel. Nachdem er sich auf diese Weise „eingeschossen“ hatte, traf er zum zweiten Mal ins Meppener Tor zum 3 : 1 Endergebnis. Der Start in die Aufstiegsrunde war geglückt und ein Lob des gegnerischen Trainers wirkt immer schwerer als gute Worte aus den eigenen Reihen: Die Bergedorfer haben eine sehr, sehr starke Mannschaft! So der Trainer des SV Meppen, Herbert Michel. Im anderen Spiel dieser Gruppe behielt Schleswig 06 mit 2 : 0 über den Blumenthaler SV die Oberhand.

Rückschlag in Bremen
Hatte sich die Mannschaft gegen den SV Neppen ein dickes Lob verdient, blieb sie gegen den Bremer Meister Blumenthaler SV so ziemlich alles schuldig. Nur Torhüter Hoffmann sowie Horst Fiedrich und Norbert Laband erreichten Normalform. Nach fünfzehn Minuten ging der Bremer Meister in Führung. Die Elstern konnten dem nichts entgegensetzen, nur ein Lattentreffer von Jaschik aus der 52. Spielminute wurde als Arbeitsnachweis wahrgenommen. Sicherlich war das frühe Ausscheiden von Rainer Wysotzki ( er wurde durch Kauker ersetzt ) nach fünfzehn Minuten eine Schwächung der Mannschaft, aber da der Angriff insgesamt nicht stattfand, gingen die Elstern zu Recht als Verlierer vom Platz. Da der SV Meppen gegen Schleswig 06 mit 1 : 0 siegreich blieb, hatten nun alle Mannschaften in dieser Gruppe 2 : 2 Punkte auf dem Konto.

Sieg bei einen starken Gegner
Erst die deutliche Pausenansprache von Trainer Werner brachte den Umschwung. Der war auch nötig, denn nach einem herrlichen Treffer aus der 38. Minute lag der ASV mit 0 : 1 zurück. Gesprächspartner im Pausendialog waren die Mittelfeldakteure, namentlich Peter Rohrschneider, denen der Trainer deutlich schnelleres Offensivspiel nahelegte. Heinz Werner fand Gehör! Kaum auf dem Platz erzielte Sykora mit einem prächtigen Kopfballtor den Ausgleich. Dieses Tor war der Auftakt zu einem ganz intensiven Fußballspiel. Härte und Hektik dominierten auf dem Platz und der Schiedsrichter konnte nur mit vier gelben Karten Einhalt gebieten – eine davon für Norbert Laband. Als der Trainer Tabel vom Platz holte und Udo Niels auf das Feld schickte drehte sich die Partie zugunsten der Bergedorfer Mannschaft. Die 2 : 1 Führung in der 80. Minute durch Jürgen Sykora war die Folge. Mit diesem Resultat nahmen die Elstern einen ganz wichtigen Sieg aus Schleswig mit. Nach diesem Spiel belegten die Elstern zusammen mit dem SV Meppen, der gegen den Blumenthaler SV mit 2 : 1 erfolgreich war, mit jeweils 4 : 2 Punkten die beiden vorderen Plätze in der Gruppe.

Sykora sorgte für den Sieg
Knapp 5000m Besucher bevölkerten die Ränge an den Sander Tannen, hohe Temperaturen setzten Spielern und Zuschauern zu, es stand viel auf dem Spiel. Mit viel Elan und Tatendrang gingen die Elstern zu Werke und versuchten früh, dem Gegner, dem Schleswiger SV 06, den Schneid abzukaufen. Dies gelang schon in der 4. Minute, als Sykora an einem Eigentor der Gäste beteiligt war – es stand 1 : 0 für den ASV. Danach schalteten die Bergedorfer einen Gang zurück und es war nur der guten Verfassung von Torhüter Hoffmann zu verdanken, daß es bei der 1 : 0 Führung der Elstern blieb. Für die Vorentscheidung sorgte Sykora mit einem Weitschuß zum 2 : 0. Als Elstern Trainer Heinz Werner in der 60. Minute wie schon im ersten Spiel gegen Schleswig Tabel gegen Niels ausgewechselt e kam neuer Schwung in das Angriffspiel der Elstern. Prompt traf Udo Niels zum 3 : 0 für seine Mannschaft; damit nicht genug, durch ein gutes Zuspiel fiel dann noch das vierte Tor für die Begedorfer Mannschaft. Obwohl die Elstern mit dem 4 : 0 nicht restlos überzeugen konnten, blieben sie verdienter Sieger Mit nunmehr 6 : 2 Punkten hatten die Elstern eine ganz ausgezeichnete Position vor den letzten beiden Spielen, denn der bislang punktgleiche Rivale, der SV Meppen, zog mit 0 : 2 beim Bremer Meister den Kürzeren.

Punktverlust im letzten Heimspiel
Wenn der Torwart der beste Spieler seiner Mannschaft ist gibt dies erste Hinweise auf den Spielverlauf – und der war nicht nach dem Geschmack der Elstern. Ungewohnte Schwächen im Mittelfeld mit nur wenigen konstruktive Aktionen in der Offensive, da konnten sich Tabel, Sikora und Danjus nicht wie gewohnt in Szene setzen, ein Lattentreffer von Tabel blieb die einzig erwähnenswerte Aktion. Da auch – wie schon angedeutet- das Mittelfeld mit Rohrschneider, Vogel und Muruszach hinter den Erwartungen zurückblieb, gelang der Angriffsreihe diesmal kein Treffer und es blieb bei einem torlosen Unentschieden. Ein Ergebnis welches bei fünftausend Fans, Mannschaft und Trainer zwiespältige Gefühle hinterließ. Dies umso mehr, als der SV Meppen beim Blumenthaler SV mit 4 : 2 Sieger blieb.

Der Absturz
7 : 3 Zähler standen für die Elstern, 6 : 4 Zähler für den SV Meppen vor dem letzten Austiegsspiel zu Buche. Dieses letzte Spiel war die Begegnung des SV Meppen und dem ASV in Meppen. Den Elstern würde ein Unentschieden reichen um in die Regionalliga aufzusteigen. Der SV Meppen, getragen von der Begeisterung der eigenen Fans und der Gewißheit, vor eigenem Publikum durch einen Sieg das große Ziel zu erreichen war psychologisch in einer guten Position. Die Elstern trafen an diesem Tag vor 10000 (!) Zuschauern auf einen Gegner, der an diesem Tag nicht zu bremsen war. In der 29. Minute begann der Untergang, der SV Meppen ging mit 1 : 0 in Führung. Eine Schwächung erfuhr die Bergedorfer Mannschaft als Werner Jaschik der Platz verletzt verlassen mußte. Für ihn kam Rainer Wysotzki in die Mannschaft aber auch er mußte kurz nach der Halbzeitpause verletzt aus dem Spiel gehen. Damit war die Hintermannschaft entscheidend geschwächt. In der 60. Minute erhöhte der SV Meppen auf 2 : 0, in der Schlußphase gelangen dem SV Meppen zwei weitere Treffer zum Endstand von 4 : 0. Damit war die Entscheidung gefallen. Die Mannschaft des SV Meppen war auf den Punkt genau in einer excellenten Verfassung und gewann das alles entscheidende Spiel verdient

Glückwunsch an den SV Meppen !
Entsetzen, Trauer und Bestürzung in den Reihen der Elstern, am Ende einer grandiosen Saison standen sie mit leeren Händen da. Aber nicht gegen den SV Meppen, sondern in den beiden Spielen gegen den Blumenthaler SV wurde der Aufstieg in die Regionalliga verspielt. In der Paralellgruppe widerfuhr dem SC Concordia das gleiche Schicksal. Die Concorden unterlagen im letzten Spiel dem SC Preußen Hameln 07 mit 1 : 2 und mußten so dem VfB Oldenburg den Vortritt lassen.

Statistik (zum Vergrößern der Grafiken, bitte auf die Tabelle klicken):











































Quellennachweis Die Kurzkommentare zu den Spielen lehnen sich an die Berichterstattung im HAB an, ebenso die beigefügten Fotos. Die Abschlußtabelle stammt aus dem Buch 100 Jahre Fußball in Hamburg. Weiterhin Dank an Heinz Weißleder für sehr informative Hintergrundgespräche

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