Donnerstag, 25. August 2016

Elstern-Round-Up 20/16


Beginnen möchten wir diese Vorschau mit einer Anekdote – leider aus traurigem Anlass:

In der Saison 1999/2000 wurde der ASV Bergedorf 85 Meister der Verbandsliga Hamburg. Jedoch stieg man nicht direkt in die Oberliga Hamburg / Schleswig Holstein auf. Der Aufsteiger wurde in einem Hin- und Rückspiel gegen den Meister der Verbandsliga Schleswig-Holstein ermittelt.
Das Hinspiel fand beim VfR Neumünster statt. Es wurde 0:1 verloren. Es wurde ein Fanbus gechartert. Auf der Rückfahrt war trotz der Niederlage – eigentlich wie meistens – die Stimmung gut. Der Fanbus, wohl auch damals schon von Jörg gesteuert, fuhr von der Autobahn ab und dann durch Hamburg nach Bergedorf. Plötzlich im hinteren Teil Aufregung. „Das ist doch Henning Voscherau, der da hinter uns fährt“. Tatsächlich war er es. Der passionierte Hockeyspieler war guter Dinge und winkte uns freundlich zurück, als er den mit Elsternfahnen geflastertem 85-Fanbus auf der zweiten Spur überholte.
Die Elsternpost gedenkt an dieser Stelle einem sympathischem ehemaligen Hamburger Ersten Bürgermeister (1988-1997), der am 24.August starb.

Widmen wir uns nun den aktuellen Spielen des ASV Bergedorf 85 .
Wobei auch dieses Wochenende nur die 1. Herren zum Einsatz kommen, da ja immer noch Sommerferien sind.
Vor dem Punktspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den Willinghusener SC (Achtung, es wird in Barsbüttel auf Kunstrasen gespielt) fragen sich die 85-Fans, wie die Mannschaft den 1. großen Rückschlag diese Saison – die 1:5 Heimniederlage gegen Düneberg – wohl verdaut hat.
Am gestrigen Mittwoch wurde ein Freundschaftsspiel beim Kreisklassenschlusslicht Nettelnburg-Allermöhe II mit 6:0 gewonnen.
Kein Maßstab natürlich.
Der kommende Gegner aus Willinghusen ist zwar ebenfalls zur Zeit Tabellenletzter, aber von einem ganz anderem format wie SVNA II.
Seit Jahren ist Willinghusen ein steter Anwärter auf einen Aufstiegsplatz. Auch letzte Saison, in der Rang 4 erreicht werden konnte und in der der WSC zweimal den ASV schlug.
Diese Saison ist nun alles anders?
Nach den ersten vier Spieltagen scheint es zumindest so.
Im Pokal-Super-Derby gegen Barsbüttel verlor man 1:6 aber es wurden den Jungs eien gute Leistung attestiert.
Der Punktspielauftakt wurde gegen den momentanen Spitzenreiter FC Lauenburg knapp mit 2:3 verloren.
Anschließend setzte es zwei herbe Klatschen. Bei Curslack II verlor das Team von den Trainern Lehmann und Edelmann 0:6 und zuhause gegen Altengamme II 0:5.
Personalknappheit aufgrund Sperren, Urlaub und Verletzungen wurden angeführt Meist wurden die ersten 45 Minuten noch gut mitgehalten, in der zweiten Halbzeit rissen dann die Dämme.
Erst zuletzt gegen Glinde II war man dem 1. Punkt dicht auf der Spur und jetzt kommt Bergedorf...

Wir sind sehr gespannt!

Wann greifen die anderen Teams des ASV Bergedorf 85 ins Spielgeschehen ein?
Die Senioren beginnen am Sonntag, den 4. September mit einem Pokalspiel bei Hemdingen-Bilsen.
Am gleichen Wochenende tritt unsere D-Jugend in Freundschaft bei der SG schnackenburg/ Lütau an.
Die B-Junioren starten mitten in der Woche an einem Donnerstag gleich mit einem Meisterschaftsspiel gegen Appen.
Am Samstag, den 10. September lohnt es sich ins Billtalstadion zu wandern. Pokal TSG gegen ASV Bergedorf 85 . Die ganz kleinen E-Junioren.
Und den 14.9.16 fiebert die ganze Fußballsparte entgegen: Erster Auftritt der Elstern-Mädchen (E-Juniorinnen) gegen Paloma um Punkte.


Save the Date (wie es „neudeutsch“ heisst): 4. September

Erste Runde DHB-Pokal der Frauen. Die Handballerinnen der SG Bergedorf/VM treffen um 16 Uhr in der heimischen Halle am Ladenbeker Furtweg auf die HSG Heidmark. (Beim nächsten Round-Up gehen wir ausführlich auf dieses Highlight ein)

Der ASV Bergedorf 85 bietet nach den Sommerferien wieder beliebte Kurse für Jung und Alt an:
Zumba für Kids, „Rücken fit“ und „Fit ab 50“


Die Elsternpost wünscht ein schönes Wochenende !

Dienstag, 23. August 2016

Die Elstern in der Regionalliga Teil 6 – Spielzeit 1968 / 69 (Autor: Hans-Martin Lippold)

 Eine Spielzeit wie die vergangene Saison 1967 / 68 konnte dem Umfeld des ASV nicht mehr zugemutet werden. Von zweiunddreißig Partien lediglich acht Siege und sechs Unentschieden, achtzehn Mal gingen die Elstern als Verlierer vom Platz. Am Ende der Saison standen 22 Punkte auf der Habenseite, seit dem sechsten Spieltag Stammgast auf den Plätzen 15 und 16, erst am 31. Spieltag konnte schließlich der Klassenerhalt gesichert werden. Abgerundet wird die Saison 67 / 68 durch den letzten Platz in der Zuschauerstatistik – im Mittel 1372 Besucher, fünf Partien wurden von weniger als tausend Besuchern beobachtet . Der Verlauf der Saison 67 / 68 machte Änderungen im Mannschaftsgefüge erforderlich. Diese seien im Nachfolgenden dargestellt. Nach nur einem Einsatz in der Ligamannschaft schied Jörg Urban nach Ablauf der Saison 67 / 68 aus dem Elsternkader aus, ebenso verabschiedete sich Reinhard Heinz aus dem Kreis der Aktiven. Nach vier Spielzeiten ( 1964 – 1968 )und in Summe 29 Einsätzen folgte Hagen Kuchenbecker seinem früheren Trainer Heinz Werner und schlug seine Zelte beim SV St. Georg auf. Dieter Meyer, einstmals gefürchteter Torjäger, hatte seinen Zenith überschritten. Eine schwere Verletzung aus einem Spiel bei Bremerhaven 93 sollte nie mehr hundertprozentig verheilen. In der Broschüre 850 Jahre Bergedorf wird er mit den Worten zitiert Da war das Beste vom Fußball vorbei. Nach insgesamt 142 Spielen in der ersten Mannschaft schloß er sich der TSG Bergedorf an, ihm folgte nach sechs Einsätzen in der abgelaufenen Spielzeit Uwe Bargstädt Auch ein Anderer, einer der ganz großen des Bergedorfer Fußballs nahm seinen Abschied. Gerd Voß, Eigengewächs der Elstern trat in der Saison 56 / 57 mit einem Tor gegen Einigkeit Wilhelmsburg in einem Amateurligaspiel ins Rampenlicht. Es folgten 120 Oberligaspiele und 89 Einsätze in der Regionalliga Nord. Gerd Voß war der letzte „Überlebende“ aus der legendären 58er Meistermannschaft. Ohne sich je in den Vordergrund zu stellen ordnete er sich stets den Belangen der Mannschaft unter, ein vorbildlicher Sportsmann, der eine große Lücke hinterläßt. Auch Uwe Goronzi stand für die Spielzeit 68 / 69 nicht mehr zur Verfügung. Nach nur einer – erfolgreichen – Spielzeit ließ er sich reamateurisieren. Auch die Frage nach dem sportlichen Verbleib von Willy Soya und Günter Lubasch konnte inzwischen geklärt werden. Willy Soya beendete seine sportliche Laufbahn nach dem Ausscheiden während der Saison 66 / 67, Günther Lubasch schloss sich dem DSC Arminia Bielefeld an. Den Platz der beiden Absteiger aus der Saison 1967 / 68, Altona 93 und TuS Haste, nahmen der TuS Celle und ein alter Bekannter, der Heider SV ein.

Schießt Geld Tore ? 
Spielerwechsel innerhalb Hamburgs haben nicht regelmäßig zu einer Leistungssteigerung bei den aufnehmenden Vereinen geführt. Sie kaufen nicht, sie tauschen. So überschrieb das HAB einen Artikel mit Hinweis auf den früheren Mannschaftskapitäns des HSV, Jochen Meinke. Die dezidierte Aussage dieses Artikel lautet ganz schlicht: wenn man kein Geld für wirklich gute Spieler hat, sollte man darauf verzichten, mittelmäßige Leute zu kaufen. Das Geld kann man sparen und lieber in Jugendarbeit stecken. Man kann Jochen Meinke nur beipflichten. Früchte der Jugendarbeit erntet man nicht kurzfristig, hier ist langer Atem vonnöten und wer den nicht aufbringt, muß Geld in die Hand nehmen und sich auf dem Spielermarkt umsehen. Dies taten dann auch die Verantwortlichen des ASV, ein Freundeskreis konstituierte sich und stellte einen namhaften Betrag im oberen fünfstelligen Bereich für die Verpflichtung von Spielern zur Verfügung.

Verpflichtet wurden vom HSV Dieter Strauß. Strauß erlernte das Fußballhandwerk bei Viktoria Wilhelmsburg, kam dann zu den HSV – Amateuren und spielte als Jugendnationalspieler mit Sepp Maier und Wolfgang Overath in den entsprechenden Auswahlmanschaften des DFB. In der Bundesliga bestritt er zwischen 1965 bis 1968 zweiunddreißig Spiele, bevor er an die Samder Tannen wechselte. Vom Lokalrivalen Barmbek - Uhlenhorst zog es Ulli Spiegel und Hans Hille zu den Elstern.Ulli Spiegel schnürte zunächst für den SC Urania die Stiefel, bevor er zum SC Victoria wechselte. Nach einer zwischenzeitlichen Rückehr zur Urania schloß er sich Barmbek - Uhlenhorst an, von dort kam er zu den Elstern. Als authentischer Individualist erwies sich Hans Hille. Bei DuWo 08 „aufgewachsen“ kam er 1963 zu BU und traf als offensiver Abwehrspieler in 60 Spielen siebzehn Mal ins gegnerische Tor. Bartstoppeln und
Beatlefrisur waren seine äußerlichen Kennzeichen. Als der große Nachbar HSV seine Verpflichtung von der Korrektur seines Erscheinungsbildes abhängig machen wollte, blieb er sich treu und verlegte sein Tätigkeitsfeld nach Bergedorf. Als Bereicherung für die Offensivabteilung wurde Horst Romes verpflichtet. Beim SC Fortuna Köln aktiv, verschlug ihn der Wehrdienst in Richtung Lüneburg. Über den Lüneburger SK und Eintracht Lüneburg führte ihn sein Weg zu den Elstern. Ein großer athletischer Spieler, nur schwer vom Ball zu trennen und zweikampfstark – ein Kraftpaket! In ihn durfte man große Hoffnungen setzen. Mit allen Anlagen, die einen guen Fußballer ausmachen, kam Ernst Kreuz zu den Elstern. Erblich vorbelastet – sein Vater stand im WM – Aufgebot der Tschechoslowakei 1938, hatte Ernst Kteuz schon einen langen Weg hinter sich. Erste Sporen verdiente er sich in der damaligen Oberliga Süd bei Viktoria Aschaffenburg. Dort wurde die Frankfurter Eintracht auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn zur Saison 1960 / 61. Sein unbestreitbar großes Talent hätte ihn in die Lage versetzt, Nachfolger des legendären Alfred Pfaff zu werden, aber diese Schuhe waren für den 21 – jährigen zu groß. Nach der Saison 61 / 62 trug er mit acht Toren in zweiundzwanzig Spielen zur Vizemeisterschaft in der Oberliga bei. Zur Runde 62 / 62 wechselte er zum HSV. Im Oktober 1964 löste er überraschend seinen Vertrag und ging in den Süden zum SSV Reutlingen Die nächste Station war der SV Röchling Völklingen / Regionalliga Südwest. Nach der für ihn unbefriedigenden Saison 67 / 68 kehrte er nach Hamburg zurück und unterschrieb einen Vertrag bei Bergedorf 85. Andre Matz, Hamburger Sportjournalist berichtet im Internet, daß Ernst Kreuz einem Nachbarkind in Aschaffenburg die ersten Ballkontakte vermittelt hat. Der Name des Nachbarjungen lautete Felix Magath. Eine weitere Verstärkung durfte man sich durch die Verpflichtung von Werner Jaschik versprechen. Sein Weg führte ihn von Eintracht Lüneburg zu den Elstern. Aus der Jugendmanschaft des MTV Soltau wurde Helmut Zeller verpflichtet, ein achtzehnjähriger Spieler, der seine Zukunft noch vor sich haben sollte.

Eine Vielzahl namhafter Spieler wurde verpflichtet, es war klar, daß die Erwartungshaltung im Umfeld groß werden würde. Ob eine Ansammlung guter Spieler dann auch zu einer guten Mannschaft führen kann, sollte sich in den folgenden Wochen und Monaten herausstellen, aber eins war klar: der Druck auf Trainer Edu Preuß wird stärker.

Pokal-und Freundschaftsspiele in der Vorbereitung
 Erstes Kräftemessen An einem Sonnabend, 20.7.68 stellten sich die neuen Elstern – auch mit neuen Trikots ausgestattet – ihrem Publikum vor. Gast an den Sander Tannen war die ebenfalls neuformierte Mannschaft des FC St. Pauli. Bei beiden Mannschaften konnte es noch nicht “rund“ laufen. Die Gäste, noch ausgelaugt vom harten Training und die Elstern mit einer komplett neuen Angriffsreihe und den entsprechenden Abstimmungsproblemen – da konnte man noch keine Höchstleistungen erwarten. Das Tor zum 1 : 0 Erfolg erzielte Neuzugang Horst Romes.

Helmut Zeller Mann des Tages. Nur zwei Tage nach dem Freundschaftsspiel gegen St. Pauli stand ein weiterer Vergleich mit einem Hamburger Regionallisten auf dem Programm. Fast schon Tradition, war der SC Concordia der Gegner. Gegenüber dem St. Pauli – Spielm waren die Elstern nicht wiederzuerkennen. Ernst kreuz ließ alle seine Qualitäten erkennen und trug mit zwei Toren zum 6 : 1 Sieg bei. Mann des Tages war jedoch Helmut Zeller. In seinem ersten Spiel für Bergedorf 85 ließ er dreimal den Torhüter der Concorden hinter sich greifen und als er in der 80. Minute erneut ins Schwarze traf, war der hohe Sieg der Elstern Realität. Die Hamburger Sportpresse sagte den Concorden nach dieser Partie eine ganz schwere Saison voraus.

Nur eine Woche später war der NFV – Pokalwettbewerb angesagt. Hier sah der Spielplan eine Reise an die Schlei zum Amateurverein Schleswig 06 vor. Die wackeren Amateure erwiesen sich als ganz harte Nuß und gingen zweimal in Führung. Zum letztendlich verdienten 4 : 3 Erfolg des ASV steuerte Neuzugang Kreuz zwei Tore bei.

Als Freundschaftsspiel deklariert, gingen die Elstern und BU ganz rustikal zu Werke, assistiert von einem Schiedsrichter, der dem Geschehen auf dem Platz nicht gewachsen schien. Klaus Beyer brachte die 85er früh in Führung, aber Willy Giesemann ( BU ) konnte zehn Minuten später ausgleichen. Eine Musterkombination der Bergedorfer Angriffsreihe vollendete Romes in der 79. Minute mit dem 2 : 1 Siegtreffer für den ASV.

In einem Nachbarschaftsduell trennten sich die TSG Bergedorf und der ASV unentschieden 1 : 1. Leider gab es zu diesem Spiel keinen Bericht im HAB.

Im südlichen Niedersachsen, beim Amateurverein SuS Northeim wollten die Elstern in die nächste Runde des NFV – Pokals einziehen. Die Amateure, allen voran der ausgezeichnete Torhüter Mayerkurth machten den Elstern einen dicken Strich durch die Rechnung. Alles was die Elstern auch versuchten, war eine sichere Beute des Torhüters. Kreuz konnte zwar in der 70. Minute die Führung der Northeimer ausgleichen, aber drei Minuten später gingen die Platzherrn erneut in Führung. In der 85. Minute vergaben die Amateure noch einen Foulelfmeter. Mit 2 : 1 besiegt traten die Elstern die Heimreise an und ärgerten sich über eine überflüssige Niederlage. Normalform zeigten nur Hille, Kreuz und Romes.

Eine Woche später sollte die Punkterunde beginnen. In diese Punkterunde starteten die Elstern gut gerüstet und mit viel Selbstvertrauen

Traumstart gegen Holstein Kiel
 Man war gespannt und neugierig auf den ersten Einsatz der Neuzugänge und wurde nicht enttäuscht. Der erste Torjubel brauste in der zweiten Minute durch die Sander Tannen: Hans Hille stellte sich mit seinem ersten Tor für die Elstern dem Bergedorfer Publikum vor und leitete einen nicht für möglich gehaltenen Ansturm auf das Kieler Gehäuse ein. Klaus Beyer folgte dem Beispiel seines Kollegen und erhöhte in der 10. Minute auf 2 : 0. Horst Romes wollte da nicht zurückstehen und markierte das 3: 0 in der 28. Minute. Schliesslich trat Horst Howind auf den Plan und überwand der Kieler Torhüter zum 4 : 0 für seine Mannschaft. Die Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht heraus und geizten nicht mit Applaus für gelungene Spielzüge. Sowohl die Neuzugänge als auch die „alteingesessenen“ Spieler wußten zu überzeugen und präsentierten sich als echte Einheit. Den Gästen aus Kiel gelang in der 70. Minute der Ehrentreffer zum 1 : 4. Viertausend Besucher sahen eine groß aufspielende Bergedorfer Mannschaft und gingen zufrieden nachhause.

Rückschlag in Göttingen
 Schnell gingen die 05 er durch einen Foulelfmeter in Führung, als aber Horst Romes in der 82. Minutedie Göttinger Führung egalisierte, schien die Begegnung zu kippen. Aber anstatt den einen Punkt abzusichern, ließen die Elstern in der 87. und 89. Minute zwei Gegentore zu und gingen als Verlierer vom Platz. Eine ebenso ärgerliche wie überflüssige Niederlage.

BU nahm die Punkte mit
 Trainer Preuß schien das Problem erkannt zu haben: Der BU – Mittelfeldspieler Engel hatte zuviel Spielraum. In der zweiten Halbzeit sollte also Klaus Beyer der Spielraum von Engel begrenzen. Vorher hatte Engel großen Anteil an der 1 : 0 Führung der Barmbeker: seine Flanke wurde von Dieter Strauß in der 30. Minute ins eigene Tor abgelenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Elstern eine gute Partie abgeliefert ohne aber zählbare Erfolge zu erwirken. Im zweiten Durchgang setzten die Elstern alles auf eine Karte – mit dem Ergebnis, daß BU durch einen Konter in der Schlußminute auf 2 : 0 erhöhen konnte. BU spielte den effektiveren Fußball und siegte verdient mit 2 : 0 an den Sander Tannen.

Punktgewinn an der Lohmühle  
In der 18. Minute brachte Otto Hartz ( VfB ) die Grün – Weißen mit 1 : 0 in Führung, aber Neuzugang Werner Jaschik konnte in der 32. Minute ausgleichen. Die Elstern traten selbstbewußt auf und waren dem Sieg näher als der heimische VfB. Nicht nur Trainer Preuß ( „Eine erfreuliche Steigerung gegenüber dem BU – Spiel“ ) hatte nach dem Spiel gute Laune.

Doppelschlag von Romes  
Wenn eine Mannschaft trotz drei erzielter Tore „nur“ mit 2 : 1 gewinnt, dann hat sie einen Pechvogel in ihren Reihen, in diesem Fall war es Manfred Simanowski, der mit einem Eigentor die Gäste aus Bremerhaven mit 1 : 0 in Führung brachte. Die Elstern taten sich schwer und ließen die besten Chancen liegen, auch
gegenseitige Vorwürfe trugen nicht zur Erhöhung der Spielkultur bei. In der 61. Minute setzte Romes ( siehe Foto) diesem Treiben ein Ende, sein wuchtiger Kopfball landete im Netz der Gäste – es stand 1 : 1. Zwei Minuten später war Horst Romes erneut zur Stelle, aus einem Gewühl heraus bugsierte er das Leder über die Torlinie in den Bremerhavener Kasten zum 2 : 1 Siegtreffer. Romes war der überragende Spieler in den Reihen des ASV und sorgte dafür, daß die 1500 Besucher zufrieden nach Haus gehen konnten.

Höherer Sieg war möglich 
 Aufgeschreckt durch das Führungstor des Heider SV ( Hußner, 20. Minute ) entfachten die Elstern unter der Regie von Ernst Kreuz einen wahren Sturmwirbel. Da auch Klaus Beyer sich als unermüdlicher Antreiber erwies, wurden die Gäste an die Wand gespielt. Der 0 : 1 Rückstand wurde innerhalb von fünf Minuten durch Beyer, Romes und Zeller in eine 3 : 1 Führung umgewandelt. Der Endstand von 4 : 1 ging auf das Konto von Romes ( 44. Minute ). Einen höheren Sieg vergaben die Elstern durch eine zu lasche Spielweise in der zweiten Halbzeit. Am Ende des Spieltages fanden sich die Elstern auf dem fünften Tabellenplatz wieder – eine sehr erfreuliche Tatsache !

Der SC Concordia war stärker
 Konnten die Elstern die Concorden in der Saisonvorbereitung noch mit 6 : 1 niederhalten, erlebten sie im Punktspiel eine böse Überraschung. Mit unbändigem Kampfgeist ließen die Concorden die Bergedorfer Neuerwerbungen zu keiner Zeit zur Entfaltung kommen und siegten verdient mit 2 : 0 Toren. Zu Beginn der Saison noch als abstiegsgefährdet angesehen wuchsen die Concorden gegen die favorisierten Elstern über sich hinaus und behielten die Punkte völlig zu Recht im heimischen Marienthal..

Pleite am Millerntor 
 Individuelle Fehler, mangelnde Chancenverwertung und ein verschossener Elfmeter, das waren Dinge, die Trainer Preuß in Rage versetzten und gründlich die Stimmung verdarben! Die Elstern, Angstgegner des FC konnten bis zur Pause noch mithalten, wurden aber nach dem Seitenwechsel vom bärenstarken FC St. Pauli zum Statisten degradiert. Die an diesem Tag besten St. Pauli – Akteure standen Gegenspielern gegenüber, die einen ihrer schwächeren Tage erwischten. So kann es nicht verwundern, daß die Elstern nach der Pause auseinander genommen wurden und aus dem 0 : 1 Pausenstand ein bitteres 0 : 4 zustande kam. Nicht die schwache Form einzelner Elsternspieler, sondern die Galavorstellung der Millerntor – Elf war für dieses hohe Ergebnis verantwortlich.

Sieg gegen Klassenneuling
 Etablierte Mannschaften sind bei Auftritten gegen Aufsteiger / Klassenneulinge in aller Regel Favorit. So auch die Elstern gegen den TuS Celle. Die Celler präsentiertn sich als harmlose Truppe und gaben zu erkennen, daß sie dem Anforderungen der Regionalliga nicht gewachsen sind. Die Elstern wußten dies auszunutzen und schickten ihre Gäste mit drei Gegentoren durch Zeller, Kreuz und Spiegel in die Kabinen. Der Aufforderung von Trainer Preuß, etwas für das Torverhältnis zu tun und weitere Treffer zu erzielen, kam nur Horst Romes mit dem Tor zum 4 : 0 nach. In der Schlußphase der Begegnung konnten die Celler das Resultat mit den Toren zum 2 : 4 etwas freundlicher gestalten.

Keine Punkte in Oldenburg
 Boelsen, Weißleder, Kreuz und Bochmann waren beim Spiel in Oldenburg die besten Akteure in den Reihen der Elstern. Mit einer defensiven Einstellung schickte Trainer Preuß die Mannschaft aufs Feld in der Hoffnung, mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Das Vorhaben mißlang, denn der heimische VfB behielt mit einem 2 : 0 die Punkte am Donnerschwee. Lediglich ein Pfostentreffer durch Beyer vermochte die Platzherrn etwas aufzuschrecken.

Wieder kein Sieg gegen den Angstgegner 
 Fünfmal gastierte die Arminia aus Hannover in der Regionalliga an den Sander Tannen und blieb in allen Begegnungen Sieger. Aus Sicht der Elstern eine wahrhaft schwarze Serie. Mit der Devise: Kämpfen bis zum Umfallen betraten die Elstern den heimischen Rasen und hielten sich an diese Marschroute. Der kämpferische Einsatz stimmte. Den technisch besseren Fußball aber zeigten die Gäste von der Leine und als Volker Boelsen in der 58. Minute einen Ball nicht festhalten konnte, war Arminenstürmer van Meteren zur Stelle und verwandelte den Abpraller zum 1 : 0 für die Arminia. Der hohe kämpferische Einsatz der 85er konnte die spielerische Überlegenheit der Gäste nicht wettmachen, so nahmen die Arminen auch dieses Mal die Punkte mit und sorgten für den Fortbestand dieser Serie.
Auswärts erste Punkte
 Bislang ohne Erfolgserlebnis auf fremden Plätzen traten die Elstern beim SC Sperber an. Der SC Sperber,
durch Verletzungen schon dezimiert, trat mit dem letzten Aufgebot an und erspielte sich im ersten Durchgang eine leichte Feldüberlegenheit, die Horst Romes aber nicht daran hinderte, in der 35. Minute die Elstern in Führung zu bringen. Ernst Kreuz – Schaltstation im Mittelfeld – war Dreh- und Angelpunkt des Bergedorfer Spiels. Immer wieder sorgte er mit seinen millimetergenauen Pässen für torreife Situationen im Alsterdorfer Strafraum. Nutznießer war einmal mehr die torgefährliche Neuerwerbung Horst Romes mit seinen Toren zum 2 : 0 und 3 : 0. Mit diesem Sieg verbuchten die Elstern die ersten Auswärtspunkte.



Niederlage beim Tabellenführer
 Dreizehntausend Besucher an der Bremer Brücke in Osnabrück zeugten von einer Welle der Begeisterung. Grund hierfür war der Tabellenplatz des heimischen VfL – Platz eins. So waren die Hausherrn gegen die Bergedorfer Elstern klarer Favorit und wurden dieser Rolle in jeder Phase gerecht. Bis zum Seitenwechsel stand es „nur“ 1 : 0 für den VfL, ein Ergebnis das dem Spielverlauf nicht entsprach. Nach dem Seitenwechsel konnten die Elstern die Partie zunächst offen gestalten, mußten aber im Verlauf der zweiten Halbzeit die Treffer zwei und drei hinnehmen. Mit diesem verdienten 3 : 0 Sieg untermauerten die Osnabrücker ihren Platz an der Sonne, während die Elstern mit einem Konto von 11 : 17 Punkten nicht begeistern konnten.

Nach Führung noch verloren
 Der Spielverlauf deutete schon auf einen doppelten Punktgewinn beim VfL Wolfsburg hin, aber es kam anders. Der Reihe nach: Mit einer 1 : 0 Führung ( Romes, 44. Min. ) ging es in die Halbzeitpause, neun Minuten nach Wiederanpfiff Ausgleich für den VfL. Kreuz und Boullion brachten dann die Elstern mit einem Doppelschlag in der 61. und 63. Minute mit 3 : 1 in Führung. Das Spiel schien entschieden, aber der VfL kam in die Partie zurück. Mit zwei Toren in der 64. und 68. Minute war der Vorsprung der Elstern dahigeschmolzen. Die Wolfsburger bekamen Oberwasser und gingen gegen die konsternierten Elstern in der 78. Minute mit 4 : 3 in Führung. Kopfschütteln und Fassungslosigkeit waren die Reaktionen bei Trainer und Mannschaft, den Elstern war ein schon sicher geglaubter Sieg noch entglitten.

Unentschieden gegen den Vorletzten
 Zum Abschluß der Hinrunde gastierte der Itzehoer SV, ein alter Weggefährte, an den Sander Tannen. Ein Gegner, auf dem vorletzten Tabellenplatz, von Abstiegsängsten geplagt, hätte eigentlich besiegt werden müssen. Hätte – wäre – wenn: der ISV durchkreuzte alle Pläne der Elstern und ging durch Dähne in der 20. Minute 1 : 0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel war es Ernst Kreuz, der auf kuriose Weise den Ausgleichstreffer erzielte – von seinem Rücken sprang das Leder ins Tor der Itzehoer. Ernst Kreuz war der beste Spieler in Reihen der Elstern. Planvoll und überlegt seine Pässe, das war Rasenschach. Doch leider schlugen seine Mitspieler kein Kapital aus diesen Musterpässen, so blieb es bei einem enttäuschenden 1 : 1 gegen den Vorletzten der Tabelle. Eintausend Besucher durften Tabellenplatz 13 mit 12 : 20 Punkten mit auf den Heimweg nehmen.

Der bisherige Saisonverlauf entsprach nicht der Erwartung von Trainer und Mannschaft. Bei der Auftaktpartie zeigte die Mannschaft was in ihr steckt, aber es gelang nicht regelmäßig, dieses Niveau abzurufen. In einer solchen Situation ist der Trainer gefordert. Zu diesem Punkt eine ( vielleicht überflüssige ) Anmerkung des Autors. Jeder Spieler kann mal einen schlechten Tag haben und nicht die erwartete Leistung abliefern, aber dieses klärt man am besten im Vieraugengespräch oder vor versammelter Mannschaft in der Kabine. Gegenseitiges Vertrauen baut man nicht auf wenn man die Kritik in der Zeitung liest. Dies ist kein Problem der Berichterstattung  


Nach einer fünfwöchigen Pause wurde am 19.1.69 der Spielbetrieb mit dem ersten Spieltag der Rückrunde fortgesetzt

Teilerfolg gegen Göttingen 05
 Der Tabellendritte zu Gast beim Tabellendreizehnten – Realisten ziehen da auch eine Niederlage ins Kalkül. Allen Zweiflern zum Trotz übernahm der ASV das Kommando und ging in der 25. Minute durch ein Tor von Uli Spiegel mit 1 : 0 in Führung. Nach einer Stunde verdüsterten sich die Minen der 2000 Besucher – der Gast aus der Universitätsstadt ging mit zwei Toren in der 62. und 65. Minute 2 : 1 in Führung. Wer nun dachte, die Partie sei gelaufen, sah sich jedoch gründlich getäuscht, denn Nlemann schoß in der 75. Minute den verdienten Ausgleich. Die Zuschauer sahen ein gutes Regionalligaspiel in dem die Elstern dem Sieg näher waren als ihre Gäste. Die Torhüter litten unter den schlechten Bodenverhältnissen insbesondere im Fünfmeterraum. Beide Trainer – Fritz Rebell / 05 und Edu Preuß / 85 machten dann auch die Torhüter für die Tore verantwortlich.

Punktverlust in der Schlußphase  
Die Führung der Platzherrn, der Kieler Störche machte Uli Spiegel in der 73. Minute wett. Mit diesem Ergebnis – dem 1 : 1 wäre „ganz Bergedorf“ zufrieden gewesen, aber Hans Hille wurde zum Pechvogel der Partie. In der 83. Minute konnte er einen Ball nur mit der Hand im Strafraum abwehren. Die Kieler verwandelten den fälligen Elfmeter zum 2 : 1. Zwei Minuten vor dem Spielende mußte der ASV noch das 1 : 3 hinnehmen. In einer nur mäßigen Partie blieb der KSV Holstein Sieger über die Elstern.

Ultimatum für Trainer Preuß 
Der Erfolg hat viele Väter, der Mißerfolg nur einen, in diesem Falle Trainer Edu Preuß. So kam, was kommen mußte, der Vorstand stellte Edu Preuß ein Ultimatum, und zwar dergestalt, daß in den nächsten vier Wochen die Ergebnisse besser werden müssen. So zumindest wird der ASV - Vorsitzende Wilhelm Paul im HAB zitiert. Fürsprecher für den Trainer war hingegen der einflußreiche Ligaobmann Walter Schilling mit einer sachlichen Betrachtung frei von Schuldzuweisungen gegenüber dem Trainer. Auslöser für diese vereinsinterne Diskussion war die Heimniederlage gegen den VfB Lübeck und der damit verbundene 14. Tabellenplatz mit bedenklicher Nähe zu den Abstiegsrängen. Das Spielergebnis wurde von der Leistung der Schiedsrichters – so das HAB – beeinflußt: keine Reaktion auf ein Foul an Kreuz im Lübecker Strafraum, Tor für den VfB aus klarer Abseitsposition. In der 53., 56., und 72. Minute fielen die Tore für den VfB ehe Werner Jaschik in der Schlußminute das Leder zum 1 : 3 im Lübecker Kasten unterbringen konnte. Trotz der bemerkenswerten Schiedsrichterleistung ein verdienter Sieg für den VfB Lübeck.

Gute Leistung trotz Niederlage  
Lange Zeit mußte Gastgeber Bremerhaven93 zittern bevor zwei Punkte auf der Habenseite verbucht werden konnten. Zuerst war es Egon Cordes, der sich in Beyers Schuß warf und das 0 : 1 verhinderte ( 21. Minute ). In der 51. Minute war es dann soweit – Uli Spiegel schoß die Elstern in Führung und weckte Hoffnungen auf einen Punktgewinn. Allerdings wurden die Bremerhavener durch dieses Tor wachgerüttelt, so ließ der 1 : 1 Ausgleich nicht lange auf sich warten ( 63. Spielminute ). Das 2 : 1 für Bremerhaven in der 86. Minute versetzte den Elstern den KO – Schlag. Die Mannschaft war konditionell nicht mehr in der Lage zu kontern und mußte den Zollinlandplatz als Verlierer verlassen.

Sieg gegen St. Pauli  
Keine Frage, wer vor dem Spiel als Favorit anzusehen war: natürlich der Tabellenzweite FC St. Pauli gegenüber dem vierzehnten der Tabelle, dem ASV Bergedorf 85. Es ist ja das Schöne am Fußball: Es muß erst gespielt werden bevor die Punkte verteilt werden. Das taten dann beide Mannschaften vor 4000 Zuschauern an den Sander Tannen. Ihnen wurde eine ganz rustikale Partie vorgeführt bei der der Schiedsrichter häufig Gnade vor Recht ergehen ließ. Ein guter Start für die Elstern führte zum Pausenstand von 2 : 0. Ernst Kreuz und Horst Romes trugen sich in der 17. und 44. Minute in die Torschützenliste ein. Nach dem Seitenwechsel nahm der FC St. Pauli auch am Spielgeschehen teil und erzielte durch Woldmann ( 58. ) und Kallius ( 70, ) den 2 : 2 Ausgleich. Zwei Dinge hatten die Elstern an diesem Tag ihren Gästen voraus: einen glänzend aufgelegten Ernst Kreuz und einen unbändigen Siegeswillen. So war das 3 : 2 in der 76. Minute durch Uli Spiegel nur die logische Folge. Eine überzeugende Bergedorfer Mannschaft blieb zu Recht Sieger über den favorisierten FC St. Pauli.

Überraschung in Hannover  
Nur drei Unentschieden – das war die bescheidene Ausbeute der Elstern bei Gastspielen in Hannover bei der Arminia. Mit Kampfgeist und Einsatzfreude gingen die Bergedorfer Spieler zu Werke und setzten die Arminia trotz defensiver Einstellung mit gefährlichen Kontern unter Druck. Und da Trainer Preuß auch noch ein glückliches Händchen bewies – in der 60. Minute schickte er Hans Hille aufs Feld, nahmen die Dinge eine unerwartete Wendung. In den letzten zehn Minuten machte nämlich Hans Hille aus dem 0 : 0 ein 2 : 0 für die Elstern. Mit diesem unerwarteten 2 : 0 Auswärtserfolg kehrten die Elstern an die Sander Tannen zurück.

Sieg im Lokalderby  
Ergebnisvorhersagen bei Lokalderbies sind stets mit großen Unsicherheiten verbunden. So kam auch niemand auf die Idee, einen 3 : 0 Erfolg der Elstern über BU vorherzusagen. Die Elstern lieferten in Barmbek eine Klassepartie ab und zeigten die Form, die man regelmäßig von ihnen erwartet hätte. Bei allen Spielern wurde eine Formverbesserung wahrgenommen und die Dynamik von Ernst Kreuz färbte auf seine Mitspieler ab, insbesondere Hans Hille wurde zum bärenstarken Offensivspieler. Hier die Torfolge 0 : 1 Romes ( 5. ) erneut Horst Romes ( 25. ) und in der zweiten Halbzeit Klaus Beyer in der 85. Minute zum 3 : 0 Erfolg. 
Niederlage trotz starken Spiels  
Trotz der 1 : 3 Niederlage bei Phönix Lübeck war bei den Elstern eine Leistungssteigerung gegenüber dem ersten Teil der Saison erkennbar. Wäre nicht der schwache Start an der Travemünder Allee gewesen ( 0 : 2 nach sechsundzwanzig Minuten ) hätten die Elstern einen Punkt von der Trave an die Bille entführt. Der Anschlußtreffer durch Uli Spiegel ( 57. ) eröffnete hierfür Möglichkeiten, aber der starke Schlußspurt der Mannschaft blieb ohne Erfolg und als man bei einem Freistoß aus dreißig Meter auf das Stellen einer Mauer verzichtete, blieb Dieter Jürgensen im Tor des ASV nichts anderes übrig als den Ball aus dem Netz zu holen.

Erlösung durch den Schlußpfiff  
Für Torwart Jürgensen die Höchststrafe, für die 5000 Zuschauer an den Sander Tannen eine 90 – minütige Zeitstrafe und Trainer Preuß wollte nach dem Spiel nichts mehr sagen, nichts hören und nichts mehr sehen! Ohne Stammtorhüter Volker Boelsen und Spielmacher ErnstKreuz waren die Elstern von allen guten Geistern verlassen. Horst Romes konnte keine Wirkung entwickeln, da sein Sturmpartner Kreuz als Präzisionspaß - Produzent nicht zur Verfügung stand. Da sich zudem Hille unermüdlich um den Spielaufbau bemühte nutzte der VfL diese Lücken in der Hintermannschaft gnadenlos aus. Sein direkter Gegenspieler trug dann mit zwei Toren zur 0 : 6 Heimniederlage der Elstern bei. Vier Treffer gingen auf das Konto von Wolfgang Kaniber, Sproß einer zu der Zeit bekannten Würzbirger Fußballdynastie – Bruder Erich war Amateurnationalspieler in Diensten der Würzburger Kickers.

Für die Elstern war dies ein ganz bitterer Nachmittag. Sie ließen alle Tugenden vermissen und mußten eine demütigende Niederlage hinnehmen.

Sieg beim Klassenneuling  
Die Mannschaft des TuS Celle läuft nach wie vor dem Regionalliga – Niveau hinterher und wird bis zum Ende der Saison von Abstiegssorgen geplagt werden. Daran sollte sich auch nach dem Spiel gegen die Bergedorfer Mannschaft nichts ändern. Ernst Kreuz zeigte ein weiteres Mal, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann. Als Schaltstation im Mittefeld stattete er seine Mitspieler meisterhaft mit präzisen Pässen aus. Hans Hille in der 21. Minute und Horst Romes in der 55. Minute waren die Nutznießer. Hans Hille wurde zum „Wiederholungstäter“ und schoß in der 58. Minute das dritte Tor für die Elstern. Damit war die 1 : 0 Führung der Gäste aus der 3. Minute dahingeschmolzen. TuS Celle kam noch auf 2 : 3 heran, konnte aber die Elstern nicht mehr gefährden.

Auch in Heide siegreich.  
Die Hintermannschaft, in den vergangenen Wochen oft gescholten, erwies sich beim „kleinen“ HSV, dem Heider Sportverein, als sattelfest und wurde Garant für einen 2 : 0 Auswärtssieg. Von der 1 : 0 Führung durch Klaus Beyer zehrten die Elstern bis zur 82. Minute, dann traf Horst Romes zum 2 : 0 für seine Mannschaft. Herausragende Spieler in der Bergedorfer Mannschaft waren Kalle Bochmann, Werner Jaschik und Hans Hille.

Spannendes Spiel gegen den VfL Wolfsburg.  
Es begann mit einem Schock für die Wolfsburger Mannschaft. Abwehrspieler Matz verunglückte mit seinem PKW auf der Fahrt zum Spiel und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Unglücklich begann vor 2000 Besuchern an den Sander Tannen das Spiel für den ASV. Hans Hille, in den letzten Wochen in Topforn verletzte sich in der 9. Minute ohne Mitwirkung eines Gegenspielers und wurde gegen Helmut Zeller ausgewechselt. Das Spiel stand auf einem guten Niveau und hatte hohen Unterhaltungswert. Der 1 : 0 Führung der Gäste folgte postwendend der Ausgleich durch Spiegel ( 31. Minute ), aber Kemmer ( VfL ) brachte seine Mannschaft in der 37. Minute erneut in Führung. Wieder war es Uli Spiegel, der in der 51. Minute mit dem 2 : 2 Ausgleich die Elstern im Spiel hielt. Der zweite Treffer von Kemmer brachte den VfL
wieder in Führung, aber Horst Romes ( wer denn sonst ?) sorgte mit dem Tor zum 3 : 3 für Freude auf den Rängen. Schon lange nicht mehr hat man die Elstern mit einer solchen Spielfreude agieren sehen, aber der Lohn für diese engagierte Leistung blieb ihnen versagt, denn neun Minuten vor dem Ende gelang den Gästen das Tor zur 4 : 3 Führung. Der Ausgleich gelang in der verbleibenden Zeit nicht mehr und so gingen die Bergedorfer Spieler als unglückliche Verlierer vom Platz.

Remis gegen den Lokalrivalen  
Nur drei Tage nach dem unglücklichen 3 : 4 gegen den VfL Wolfsburg stand ein erneutes Heimspiel auf dem Programm – Gast war der SC Concordia. Bis zur 60. Minute waren die 1000 Zuschauer guter Dinge, denn es stand 3 : 1 für die Elstern, die spielbestimmende Mannschaft. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kamen die Gäste auf 2 : 3 heran. Mißverständnusse im Team der Elstern waren die Folge und da Torhüter Jürgensen auch schon bessere Tage im Tor der Elstern erlebt hatte, konnten die Concorden ausgleichen. Für die Fans ein unerfreulicher Abend und für die Mannschaft ein überflüssiger Punktverlust.

Heimniederlage gegen Abstiegskandidaten  
Sechs Punkte aus den letzten vier Spielen haben den SC Sperber im Abstiegskampf wieder Hoffnung schöpfen lassen. Der SC Sperber wußte um seine letzte Chance und trat dementsptechend auf. Hoher Einsatz und Kampf um jeden Ball waren die Basis für einen verdienten 1 : 0 Erfolg an den Sander Tannen. Die Bergedorfer Mannschaft zeigte große Lücken in der Hintermannschaft und bot ihren Zuschauern teilweise Sommerfußball.

Viertes Heimspiel in Folge  
Zum vierten Male innerhalb von gut zwei Wochen luden die Elstern an die Sander Tannen ein. Nur vierhundert Unentwegte leisteten dieser Einladung Folge und wurde Zeugen eines ungefährdeten 5 : 2 Erfolges gegen den VfB Oldenburg. Choreograph des Bergedorfer Spiels war einmal mehr Ernst Kreuz, der mit intelligenten Pässen immer wieder seine Mitspieler aussichtsreich in Szene setzte. Mit zwei Treffern markierte er den 2 : 0 Halbzeitstand. Horst Romes wollte ihm nicht nachstehen und nahm im zweiten Durchgang dreimal die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden für seine Treffer zum 5 : 0 entgegen. In der 74. und 86. Minute gelangen den Gästen zwei Tore für eine Ergebniskorrektur. Mit diesem 5 : 2 Erfolg verabschiedeten sich die Elstern von ihren treuen Fans.

Niederlage zum Saisonabschluß  
Obwohl der ASV in der ersten Halbzeit den besseren Fußball spielte, blieb ihm in Itzehoe eine Niederlage nicht erspart. Die Führung der Elstern besorgte Romes in der 7. Minute, aber ab der 46. Minute brach das Unheil über die Elstern herein. Bis zur 59. Minute hatte der ISV aus dem 0 : 1 ein 4 : 1 gemacht gegen eine Hintermannschaft, die an diesem Tag von allen guten Geistern verlassen war. Auch das 2 : 4 von Werner Jaschik konnte dem Spiel keine Wende geben.

RÜCKBLICK AUF DIE ABGELAUFENE SPIELZEIT  
Der letzte Spieltag der Saison 1968 / 69 fand am 24.5.69 statt. Überlegener Meister wurde erstmals der VfL Osnabrück mit neun Punkten Vorsprung vor dem VfB Lübeck. Die Vorentscheidung um Platz zwei fiel am 31. Spieltag, als der VfB Lübeck über den bisherigen Tabellenzweiten FC St, Pauli mit 3 : 1 siegreich blieb. Die Männer vom Millerntor mußtenn so mit dem 3. Tabellenplatz vorlieb nehmen. Der Heider SV und der SC Sperber mußten den Weg ins Amateurlager antreten. Der eindrucksvolle Zwischenspurt des SC Sperber kam zu spät, am Ende gab das schlechtere Torverhältnis gegenüber TuS Celle den Ausschlag. Der letzte Punktgewinn des Heider SV ( 1 : 1 gegen den VfB Lübeck ) fand am 25. Spieltag statt, alle folgenden Spiele wurden verloren und der kleine HSV wurde die rote Laterne nicht mehr los.

Nicht nur die meisten Punkte, sonder auch die höchste Zuschauerzahl konnte den neue Meister VfL Osnabrück verbuchen. Im Mittel passierten 14 313 Besucher die Kassenhäuschen, Rekordbesuch hatte mit 30 000 das Spiel gegen den FC St. Pauli.

Betrüblich das Interesse am Regionalligafußball in Hamburg. Kamen zum FC St. Pauli immerhin noch 5000 Besucher im Durchschnitt, rangierten die anderen vier Hamburger Vereine am Schluß dieser Skala: BU mit 2501, Bergedorf 85 mit 2206, Concordia mit 1884 und der SC Sperber mit 1713 Besuchern. Und für Alle, die es nicht mehr wissen: Stehplätze kosteten im Jahr 1969 3,00 DM, für eine Tribünendauerkarte mußte man beim HSV und auch bei Werder Bremen 200 DM hinblättern. 


Aus Sicht der Elstern ist eine Saison mit sehr zwiespältigen Eindrücken zu Ende gegangen. Im Gegensatz zur Spielzeit 67 / 68 bestand zu keiner Zeit Abstiegsgefahr – Tabellenplatz 14 war die schwächste Platzierung in der abgelaufenen Periode. Vor der Runde stellte ein Förderkreis einen Betrag von ca. 75.000 DM für Spielerverpflichtungen zur Verfügung. Dieser Betrag liegt in der Größenordnung der über Eintrittsgelder erzielten Einnahmen von etwa 100.000 DM. Die in Rede stehenden 75. 000 DM hätten vom ASV nicht aufgebracht werden können. Umso kritischer verfolgten die Geldgeber den Weg des ASV in der laufenden Spielzeit – und der fand nicht nur ungeteilte Zustimmung. Dies gipfelte dann auch in einem Ultimatum gegenüber Trainer Edu Preuß. Zu schwankend waren die Leistungen der Mannschaft, zu selten konnte das Potential abgerufen werden. Der Start in die Runde – 4 : 1 gegen Holstein Kiel – verlief optimal, aber solche Leistungen wurde nur selten erreicht. Sechsundzwanzig Punkte und Tabellenplatz zwölf, das konnte nicht der Anspruch des ASV sein. Ob es immer glücklich war, wenn der Trainer Punktverluste an einzelnen Spielern festmacht, da möge sich der Leser ein eigenes Urteil bilden. Kreuz, Romes und Hille, um nur einige Namen zu nennen, erwiesen sich als echte Verstärkungen für die Mannschaft, wobei Romes von den Spielmacherqualitäten von Kreuz den größten Nutzen zog – 22 Tore sprechen da eine deutliche Sprache. Zu Beginn dieses Berichtes wurde die Frage gestellt, ob Geld Tore schießt. Natürlich nicht. Man kann mit viel Geld viele gute Spieler verpflichten, aber um aus guten Spielern eine gute Mannschaft zu formen, reicht es nicht, ihnen das Vereinstrikot überzustreifen. Es bedarf eines intakten Umfeldes und auch Gesprächspartnern, denen man Vertrauen entgegenbringt und vor allen Dingen einer sportlichen Leitung, die Spieler entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten in die Mannschaft integriert. Und es bedarf eines Spielertyps, der bereit ist, sich stetig zu verbessern und sich den sportlichen Erfordernissen unterordnet. Am 23.April 69 meldete das HAB, daß Bergedorf 85 und Edu Preuß im besten Einvernehmen die gemeinsame Zusammenarbeit zum Ende der Saison beenden.
Statistik (zum Vergrößern aufs Foto klicken):



Quellennachweis Sofern nicht schon im laufenden Text nicht auf den Ursprung der verwendeten Quellen hingewiesen wurde, konnten folgende Informationsquellen herbeigezogen werden: Für die Kurzberichte zu den Spielen wurde die Berichterstattung des HAB aus dem Archiv herangezogen, ebenso stammen die Fotos / Abbildungen dem Archiv des HAB Das Internetlexikon WIKIPEDIA wurde für die Vorstellung der Spieler Strauß, Hille, Kreuz und Romes bemüht .Die MAINPOST vom 9.9.14 war Grundlage für die Hinweise auf den Spieler Kaniber ( VfL Osnabrück ) Die Zuschauerzahlen der abgelaufenen Spielzeit entstammen den Statistiken des DSFS Aus dem Internetporta DAS DEUTSCHE Fußball - ARCHIV n die Abschlußtabelle und Ergebniskasten der abgelaufenen Spielzeit entnommen.

Sonntag, 21. August 2016

ASV - DSV 1:5 (0:2) - Elstern-Euphorie verflogen


Vor diesem Spitzenspiel waren die Erwartungen der Bergedorfer Fans (zu) hoch. ASV-Kassiererin Tanja Janssen konnte so viel Eintrittskarten wie lange nicht mehr an die Frau und den Mann bringen.
Wie oft haben die eingefleischten Elsternfreunde genau dann in der Vergangenheit eine herbe Enttäuschung erlebt - so war es diesmal leider auch wieder.
Dabei begann das Fußballspiel zunächst - trotz der Ausfälle von Patrick Kossatz und Stephan Funk auf Elsternseite - auf Augenhöhe. Der Einsatz stimmte und es wurde versucht, sich durch Kombinationsfußball Chancen zu erarbeiten.
Doch ASV-Trainer Jörg Franke war bereits zu diesem Zeitpunkt als noch nichts passiert ist unzufrieden. Wie selten erlebt, versuchte er lautstark von außen auf seine Mannen einzureden.
Eine Vorahnung?
Gut eine halbe Stunde waren dann an den sonnenüberfluteten Sander Tannen gespielt. Die Viererkette steht wie immer sehr hoch. Ein Düneberger Pass in die Tiefe zwischen die Nahtstelle der Kette und der ganz starke Düneberger Tayfun Cosgun konnte alleine auf Marc Stückler zulaufen, ihn überspielen um dann souverän ins leere Tor den Ball einzuschieben.
Der Verfasser dieser Zeilen stand fast auf Balhöhe und ist sich sicher, dass eine deutliche Abseitsstellung vorlag.
Die jedoch beim 0:2 in der 40 Minute nicht gegeben war. Wieder konnte der Passgeber des Gastvereins unbedrängt einen "tötlichen" Pass spielen. Man sah Stürmer Jannik Wöhl gerade zu - immer auf Höhe der Abwehrspieler  - auf den Ball lauern. Den Rest erledigte er wie sein Kollege Tafun sehr souverän.
 Spätestens jetzt war es endgültig vorbei mit der Elstern-Herrlichkeit der vergangenen Wochen.
Die Abwehr löchrig wie der vielzitierte Schweizer Käse, die Ballsicherheit abhanden gekommen. Das war leider ein Rückfall in Kreisklassezeiten.
Wer nun hoffte, in der Halbzeitpause würden die Jungs sich noch mal fangen, der wurde erneut enttäuscht. Schon kurz nach Wiederanpfiff eine Großchancen der Gäste, die noch mit Glück vereitelt werden konnte.
Kurz danach aber die Entscheidung: Vollkommen frei auf der linken Angriffsseite konnte Ex-Profi Dennis Tornieporth 50 Meter auf den zu bedauernden Marc Stückler zulaufen. Was dann folgte war große Klasse und der Erfahrung und technischen Reife des Spielertrainers geschuldet. Ein brillanter Lupfer zum 3:0.
Jetzt der völlige Zusammenbruch. Nächster Angriff 0:4 . Die Abwehr "völlig losgelöst".
Der Rest ist schnell erzählt:
Dank Torwart Marc Stückler, der paarmal wiederholte 1zu1 Situationen entschärfte und dem Umstand, dass sich nach gut einer Stunde Dennis Tornieporth selbst auswechselte, konnte das Endergebnis mit 1:5 (Norman Lessmann konnte einen Elfmeter verwandeln) noch einigermaßen erträglich gehalten werden.
Doch die Ernüchterung bleibt.

Spielbericht und Fotos der Vereins-Fußball-Homepage

Samstag, 20. August 2016

Aus der Sprecherkabine - die Kolumne - unzensiert

Moin liebe Schreihälse und Vollzeitpöbler,
spürt ihr das auch? Dieses samtige Kribbeln das sich durch den gesamten Körper windet? Könnt ihr es auch kaum noch erwarten bis am Sonntag morgen der Wecker schellt? Dann seid ihr auch infiziert vom Amateurfussballfieber! Morgen öffnen sich dann wieder die Tore an den traditionsreichen Sander Tannen und gewähren einen Traumblick auf unser saftig grünes Geläuf. Beim Tabellenführer gastiert dann die Mannschaft aus Düneberg, Fussballromantikern besser bekannt als nobelste Favela aus Geesthacht. Mit an Bord der Ex-Profi Dennis Tornieporth, apropos Tornieporth, daaaa hat doch der Stadionlautsprecher noch ne schöne Anekdote zu erzählen:
Wir schreiben das Jahr 2001, Tornieporth, in der Blüte seiner Fussballjugend, legt sich den Ball in der Alsterdorfer Sporthalle auf den Punkt. Es ist das Halbfinale der HSV-Westkurvenmeisterschaft. 7 Meterschießen. Eine Entscheidung muss her, trifft Tornieporth dann ist sein HSV-Fanclubteam im Finale. Langsam erhebt der kommende Fussballprofi seinen Kopf, seine fokussierten Augen wandern langsam aber sicher in Richtung des Torwarts. So, und nun dürft ihr 3 Mal raten wen der kleine Butterhase zwischen den Pfosten erblickt. Richtig, einen kantigen Hafenpollergroßen Stadionsprechertorwart. Tornieporth läuft an, zieht ab, aber das kantige Torwartgeschöpf liegt schon Elfengleich in der Waagerechten und fischt den Ball aus dem Winkel. Na gut, es war auch ein sehr kleines Tor, aber gehalten ist gehalten. Der SC Vorwärts Fass (wobei SC nicht für Sport Club sondern für Sauf Club steht) war mit seiner Amateurrumpeltruppe ins Finale vorgestoßen und eroberte sich dann im Finale sogar die begehrte HSV-Fantrophäe. Zur Strafe ging es dann für Tornieporth zu St.Pauli (Strafe muss sein) und ich beendete meine Torwartkarriere auf dem Höhepunkt meiner Schaffenskraft. Ihr fragt euch jetzt wohl: "Warum erzählt der komische Sabbelhannes die Geschichte vom Tornieporth?" Ganz einfach: morgen kommt das nächste Siegeskapitel dazu, ganz sicher!
Um 11 Uhr geht's dann wieder Rund und was hört man am Sonntagmorgen in der Kreisliga für Geschnacke aus dem Spielerkreis:
⚽Boar, das aber auch immer früh, also fahren darf ich noch nicht!
⚽Jungs, achnööö, das Bier war für nach dem Spiel gedacht
⚽Männer, ihr sollt den Captain Morgen nicht wörtlich nehmen!
⚽Sag mal, hat jemand daran gedacht den Daniel Sitz aus der Kneipe abzuholen?
⚽Neeeein, ich pinkel da nicht rein! Heute echt keine Dopingprobe, echt nicht!
⚽Der Schiri ist gestern, äh heute, zur gleichen Zeit nach Hause gegangen
Und aus der Fankurve lallt es auch schon wieder:
⚽Also, Du hast auch noch nicht geschlafen?
⚽Welcher Tag ist heute?
⚽Ist heute verkaufsoffener Sonntag? Ich muss später noch Nutella und Toasbrot mitbringen, sonst bringt mich meine Freundin um!
⚽Voll gut um 11:00, dann hat man länger Zeit zu trinken!
⚽Jungs, wer spielt heute?
⚽Diggi, wo war gestern Zeltfest?
Was kann denn da bitte noch schief gehen? Also, kommt morgen um 11:00 Uhr an die Sander Tannen. Ob aus dem Bett oder direkt!
Ist der Blick auch noch verschwommen, morgen wird sogleich gewonnen!
Auf geht's Elstern kämpfen und siegen!
Nur der ASV

Freitag, 19. August 2016

Elstern-Round-Up 19/16 : Das Spitzenspiel



Ausnahmsweise am Sonntag um 11 Uhr (statt wie diese Saison üblich um 15 Uhr) steigt das nächste Heimspiel unserer Elstern. Der Grund ist, dass die Regionalligafrauen des FC Bergedorf am Nachmittag ihr Pokalspiel der ersten Hauptrunde haben. Wir drücken den Damen die Daumen !!!
Alle Zeichen sprechen dafür, dass bereits am Vormittag die Sander Tannen endlich mal wieder so richtig gut besucht werden:
Drei Spiele, drei Siege - 9 Punkte !!! Die Zwischenausbeute der Elstern des ASV Bergedorf 85 liest sich richtig gut. Wichtiger als die erreichten Punkte ist jedoch das Zustandekommen jener. In Lauenburg den Gegner auf Distanz gehalten, gegen Geesthacht ein Tor nach dem anderen geschossen und zuletzt in Oststeinbek gefightet. Im jeden Spiel unheimlich mannschaftlich geschlossen agiert. Das Trainerteam hat bisher ganze Arbeit geleistet und verfügt über einen ausgeglichenen Kader. So konnte z.B. nach dem grandiosen Pokalerlebnis gegen Ohe im darauffolgenden Punktspiel das urlaubsbedingte Fehlen von mehreren Leistungsträgern scheinbar problemlos wettgemacht werden.
Jetzt kommt mit dem Düneberger SV ein großes Kaliber an die Krusestraße: Der selbsternannte Meisterschaftsfavorit mit dem Ex-Profi Dennis Tornieporth, der sicherlich am Sonntag es sich nicht nehmen lassen wird, als spielender Trainer zu agieren.
Was der ehemalige Kiezkicker noch drauf hat, konnte er beim letzten Auftritt in Bergedorf beweisen, wo er mit vielen Toren 85 ganz alleine abschoss - allerdings auf Kunstrasen, der die grandiose Schusstechnik noch mehr zur Geltung brachte.
Im Stadion und erst recht durch die Erfahrung ein Jahr Kreisliga wird es diesmal sicherlich ein ganz anderes Spiel werden, als damals.
Wenn man Tornieporth herausstreicht, darf man Kossatz nicht verschweigen...
Diese Elster hat sich im 85-Trikot auch schon mit ganz anderen Mannschaften gemessen und ist jetzt dabei als Persönlichkeit die z.T. jungen Mitspieler auf dem Platz zu lenken und durch große Spielübersicht einzusetzen.
Tornieporth dürfte schon jetzt ein paar graue Haare vom Grübeln bekommen, wie er die ASV-Spitzen Leßmann und Föhres in den Griff bekommen könnte. Ach ja, und denn ist da auch noch der "Funkturm" Stephan Funk, der momentane Top-Scorer sowie mit Pascal Röner (siehe auch interessanten Steckbrief) und dem wieder von Verletzung genesenen Florian Heinze weitere Spieler, die ein Match an besonderen Tagen ein entscheidende Wende geben können.
Es lohnt sich also wirklich wieder an die Sander Tannen zu kommen. Durch die frühe Anstoßzeit kann der geneigte Sportfan dann auch den letzten Tag der Olympischen Spiele in vollen Zügen genießen. Gerade auch als Fußballfan kommt man ins Stutzen, warum nur alle vier Jahre die großen Fernsehanstalten die Vielfalt des Sports zeigen. Badminton, Turmspringen, Beachvolleyball, Judo, Tischtennis ,... ist doch wohl zumindest ebenso interessant wie ein Freundschaftspiel der Bayern oder eine Qualifikationsrunde zur Championsligue.


Zur Vorschau der offiziellen Vereinshomepage des ASV Bergedorf 85.

Die Düneberger werben über Facebook mit dieser schönen Fotomontage für das Spiel:



Samstag, 13. August 2016

Aus der Sprecherkabine - Mehr als nur eine Blog-Kolumne


Moin liebe Freunde des flink geschossenen Ledergeschosses,
pünktlich um 19:00 Uhr hatten sich gestern die Fussballgötter im Fussballolymp versammelt, um sich aus der VIP-Lounge heraus das Spiel des Tabellenführers anzuschauen. Zusätzlich zu diesen besonderen Zaungästen hatten sich fleischgewordene Bergedorfer Fussballzelebristen aufgemacht um die Holsteiner Prärie zu erobern. Zur Begrüßung gab es dann am Hamburger Stadtrand erst einmal eine ordentliche Sommerdusche. Tumulte im Olymp:
"Yo, wer hat Poseidon eingeladen? Wer? Der ist Schuld wenn das nen Scheisskick wird!"
Poseidon, ein Antifussballgott, wollte lieber Dressurreiten anschauen, aber der ASV geht halt vor: "Keine Pferde, Keine Sonne" erklärte er schmollend und zog sich ins Olympseparee zurück.
Jörg Franke blickte noch einmal zögernd in die Wolkendecke, ob sich die Lage denn wohl beruhigt hätte? Doch schnell wurde er in die Wirklichkeit zurück geworfen, denn das erste Mal brandete am Dorfplatz Jubel auf, kurz nach Anpfiff netzte Stephan Funker unhaltbar ein. Apollon schnalzte mit der Zunge: "Ahhh, wunderbar, hereingestreichelt, herausgespielt wie ein Gedicht. Vom Flügel schnellt der Ball vors Tor und wird gekonnt hineingeschmeichelt". Tumulte im Olymp:
"Yo Leute, wer hat denn den Apollon eingeladen? Wer? Der ist Schuld wenn das ein Arbeiter-Gedächtnis-Kick wird" erklingen Stimmen aus der Runde. Apollon, ein Anhänger der rhythmischen Sportgymnastik, verlässt daraufhin gekränkt den Fussballsaal und zieht sich ins Olympia-Gemach zurück.
Nach der Sommerdusche für Oststeinbek und den hineingeschmeichelten Ball in der 1. Spielminute gabs dann Malocherfussball vom Feinsten. Leidenschaft, Kampfgeist und Teamzusammenhalt par excellance. Als dann nach 7 Nachspielminuten die Eieruhr in der Hosentasche des Schiedsrichters bimmelte und der Apfiff durch die Schleswig-Holsteiner Einöde hallte, rissen die Jungs vom Schwarz-Weißen Ballett die Arme zum götterbesetzten Sommerhimmel empor. Die 3 nächsten Punkte waren nach hartem Kampf im Bergedorfer Punktsammelköcher gelandet.
Tumulte im Olymp:
Hades spricht zur Runde: "Yo Götter, doll war das nicht! Aber gewonnen ist gewonnen! So, ich geh dann mal was schönes kaputt machen!"
"Unmöglich dieser Hades" entgegnet Helene und bringt Augendieter, dem Gott des Bieres, eine neue Flasche Bier herbei.
Und was gab es noch? Noch grimmiger als das Hamburger Sommerwetter waren nur die Ureinwohner der Dorfmetropole. Ständige Einwürfe von "DJ Mittelpunkt" dem Dorfbelustiger, strapazierten das Bergedorfer Fussballgemüt. Zeit für eine Analyse des alkoholbedingten Schwachsinnsgeschwätz am Beispiel von Biergott Augendieter:
Das Bierbarometer oder typische und physische Eigenschaften nach Biereinnahme als Funktion der Bauernverblödung:
Kein Bier: Der grummelige Dorfbewohner ist gereizt, ist weder gesprächig noch laut, er kümmert sich fachgerecht um seinen Hof
4 Bier: Der grummelige Dorfbewohner fängt an zu lachen und zu glänzen. Begiebt sich in die Öffentlichkeit
8 Bier: Der grummelige Dorfbewohner fängt an zu grölen und wünscht dem HSV alles schlechte. Das Gesicht wird rot, die Augen weiten sich. Die Tiere bekommen nichts mehr zu Fressen!
12 Bier: Die Sprache des grummeligen Dorfbewohners wird undeutlich. Er fühlt sich stark und er lallt: "Fussball ist nichts für Weicheier". Der Gang ist wackelig. Er fordert Benito Mateao Grande zum Armdrücken heraus
16 Bier: Der Fussballsachverstand (falls vorhanden) des grummeligen Dorfbewohners ist ausgeschaltet, die Sprache ist feucht und lallend. Der Gangneigungswinkel liegt bei 20°
20 Bier: Der grummelige Dorfbewohner spricht alle Fremdsprachen, starker Speichelverlust. Pinkelt fortwährend. Lallt von der Oststeinbeker Meisterschaft und von der 3. Halbzeit gegen die Bergedorfer Rentnerhools
24 Bier: Der grummelige Dorfbewohner erkennt keine Mitmenschen mehr. Seine Hose ist stark riechend. Das Bier schmeckt nicht mehr
30 Bier: Der grummelige Dorfbewohner ist im Normalzustand eingetroffen. Seine Frau lädt ihn mit 3 Freunden in den Träcker und lädt ihm im Hühnerstall zum ausnüchtern ab. Der HSV ist immernoch Schuld an der Klimaerwärmung, Oststeinbek ist ne Weltstadt und das gezapfte Bier aus der Bretterbude schmeckt wie Champagner auf Hawaii
Timo Bergedorf schaut belustigt zu Augendieter. Der sagt: "Keine Sorge, heute wird nicht doll", anschließend hilft er bei der Verladung der grummeligen Dorfbewohner.
Tumult im Olymp:
"Yo, Götter, lasst das Schwarz-Weiße Ballett mal ordentlich feiern und gebt den Jungs ne Sause aus" erklärt Feiergott Schraub. Ein zustimmendes Nicken im weiten Fussballolymp.
Über den weiteren Verläuf des Spieltagabends können noch nicht einmal die Suffgötter Auskünfte abgeben.
Es bleibt dabei, unser ASV bleibt weiterhin unbesiegt: 3 Spiele, 3 Siege, 9 Punkte und die Gewissheit:
Beim nächsten Mal schauen sie wieder Alle zu, die Fussballgötter und die fleischgewordenen Amateuerfussballverehrer.
Nur der ASV ⚪⚫
Autor und Bild : Florian Hahn

Dienstag, 9. August 2016

Aus der Sprecherkabine - die Kolumne nach dem 9:0


Moin liebe Jubelperser und Freunde des gehobenen Bauernfussballs,
was war das bloß für ein heilloses Durcheinander auf dem Notizblock des Stadionssprechers? Wie ein schlecht zusammengewürfeltes Zahlenhaufendingens, so ein Soduko, das von einem Kornverehrer ausgefüllt wurde, so lag das Zahlengewirr darnieder. Statistik, genau mein Ding: Neun Mal dröhnte es gegen Geesthacht aus den Boxen: "We're flying high, we flying up into the Sky..", dazu Zeitansagen, 5 Auswechslungen, 12 Striche für Kaffee, Timo Bergedorfs 13 Cocktails und Namensschöpfungen aus aller Welt, die einem einen Knoten in die Zunge zaubern ließen. Puh, dat is Heimspiel, das ist unser ASV. Zusätzlich zu diesen vielfältigen Aufgaben, kam mir noch die Moderationsleitung der hiesigen Diskussionsrunde unter dem Motto: "Ab welchem Spielstand darf man bei (eigener) Führung wieder anfangen das eigene Team zu bepöbeln?" in die Quere. Dabei ist zu beachten:
⚽ Das bis zu einem Spielstand von 3-4:0, die eigene Mannschaft Weltklasse spielt.
⚽ Ab einem Spielstand von 5:0, ist der Gegner nicht Spielklassengerecht entwickelt, unfähig oder ein "Opfer, Diggi".
⚽ Ab dem 6:0 bis zum 9:0, solln die Spieler "...jetzt aber nicht abheben und von der Meisterschaft träumen".
"Ja, genau, da ist doch auch schon der Pressefutzi der uns wieder nach oben schreibt, Pfui, die solln jetzt bloß nicht abheben..."
"Ja, genau! Daaa kommen auch noch andere Spiele, jetzt aber nicht zu hoch fliegen, ich sag euch das, da kommen auch noch andere Spiele". Ja, Ja, verstanden, wir solln bloß nicht abheben, aber wir flyen doch gerade so high! 6 Punkte, 12:1 Tore, Tabellenplatz 1. Das Bergedorfer Fussballherz lechzt nach Spitzengruppe, Tore, Jubel und Korn für die Bagage. Dazu der Hinweis vom Stadionbelustiger an den Stadionbelustigerassistenten: "Hast Du die Nummer vom Bezirksamt? Ich will den Balkon für die Meisterschaft blocken, sonst kommen uns die Rhönradfahrer zuvor. Dat geht ja gar nicht."
Ein lautes: "Hör auf da jetzt!", dringt in die Kabine. Is ja schon gut, wir hören auf zu träumen, denn wie sagt man so schön im Fussballjargon: "Das nächste Spiel ist immer das Schwerste" und " am Ende wird abgerechnet".
Nieeemals, denn: Laber, Laber, Rhabarber, das geht jetzt weiter so, Sieg für Sieg! Freitag dann mit "breiter Brust" und "Volldampf" zum Auswärtssieg gegen Oststeinbek, denn: "wir können uns nur selbst schlagen..". Fussballschnack aus!
So, und wie vertreiben wir uns die Zeit bis unsere Lieblingstruppe wieder die Fusballschuhe (mit Klettverschluss) bindet/zuklebt? Riiichtig, ein Gedicht trägt uns durch die Woche:
"Auf einer schönen grünen Wiese, saftig und so zart wie diese, standen einst 11 Männer rum und standen sich die Beine krumm, auf einmal kamen 11 dazu, ein Spiel wurd draus und das im Nu.
Torwart Stückler lässt, wie Ulli Stein, nie ein Ball ins Tor hinein.
Koßatz, Leßmann und auch Weber, spieln auf einmal wie die Streber und Föhres schlägt den Ball vors Tor, dort steht der Funk stets schon davor, er knallt den Ball sogleich hinein und lässt Bergedorf vor Freude schrein'.
Von Draußen schreit der Jörg, der Franke: "schlag doch nochmal eine Flanke".
Rauscher flankt gleich vors Gebälk, so wie es Stefan Schraub gefällt.
Und hinten schlägt Kairandesch sogleich den Ball schon wieder wech.
Schuster, Bernd rutscht ordentlich und fein in das Bein des Gegners rein.
Die Blutgrätsche - die ist gemein, nur noch ein Foul kann schlimmer sein. Die schlimmste Art, den Feind zu quälen: der Griff in seine Kronjuwelen.
Und Freitag, ja im Flutlichschein, kriegt Oststeinbek auch ein rein, oder vielleicht sogar drei? Warum denn nicht: we fly so high!"
Nur noch 3 Tage, dann steht unser schwarzes Ballet wieder parat und wird alles für den Auswärtssieg geben!